Alzheimer Villa

Mauer machte den Anfang

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Weßling – Die Mauer der denkmalgeschützten Alzheimer Villa haben die Besitzer kürzlich für viel Geld erneuert. Jetzt ist die Treppe dran – aber diesmal bezahlt die Gemeinde.

Wer nämlich zum Rundgang um den See ansetzt und nicht mehr so gut zu Fuß ist oder vielleicht einen Kinderwagen vor sich herschiebt, steht vor den ausgewaschenen Stufen unter Umständen vor einem unüberwindbaren Hindernis. Die Besitzer der Villa beklagten bei der Gemeinde ein ganz anderes Problem: Der Aufgang hat nämlich ein Gefälle – und das geht der Mauer direkt an die Substanz. „Wenn es regnet, unterspült das Wasser die Mauer“, erklärte die Eigentümerin der Villa, Patricia Laier. Die Sache rief, wie berichtet, das Amt für Denkmalpflege auf den Plan. „Die Tuffsteinmauer ist ebenfalls denkmalgeschützt“, betonte Bürgermeister Michael Muther auf Rückfrage. Seit dem Vororttermin am 5. Oktober steht der Erneuerung nun nichts mehr im Wege – höchstens der augenscheinlich tote Baum, der in dem Bereich steht und abgeschnitten werden soll. Die Metallröhren, die die Stufen aktuell begrenzen, sind bei genauerem Hinsehen aus Plastik und werden entsorgt. Die Neigung des voraussichtlich neu mit Eisen abgesicherten, aufgekiesten Aufgangs leitet das Wasser weg von der Mauer direkt über den gegenüberliegenden Grund in den See. Außerdem sind vom Uferweg kommend rechts eine Reihe Granitsteine für Fahrräder und Kinderwägen vorgesehen, die zusätzlich vor Unterspülung schützen. Dafür soll nach Willen der Verwaltung im Haushalt 2017 ein fünfstelliger Betrag eingestellt werden, so Erika Schuster von der Bauverwaltung. Das entscheidet der Haushalts- und Finanzausschuss im Januar. Eine ganz andere Entscheidung fällte der Bauausschuss bezüglich der Alzheimer Villa in der Dienstagssitzung sofort: Statt des im Bebauungsplan eingezeichneten Bungalows bevorzugen die Eigentümer eine Garage in ähnlicher Größenordnung. „Für Oldtimer“, vermutet der Rathauschef. Am Ratstisch kam kurz die Sorge auf, dass der Bauherr die Garage mit einem Wohnraum aufstocken könnte. Muther wehrte ab: „Alleine die Abstandsflächen geben das nicht her.“ Der Antrag wurde mit einer Gegenstimme angenommen. mk

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