Fingerhackeln

Ammergauer Hakler bei deutschen Meisterschaft auf zweitem Platz: Zwei Titel für Inninger Andreas Sturm

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Andreas Sturm aus Inning holte sich den Sieg.

Landkreis - Vier von neun Klassensiege holten sich die Fingerhakler vom Ammergau bei den 59. Deutschen Meisterschaften. Das reichte aber nicht um den Dauerrivalen, dem Gau Auerberg, den Titel streitig zu machen. Im mit über 800 Zuschauer voll besetzten Festzelt auf der Schönegger Käsealm holten sich die Gastgeber zum dritten Mal in Folge den Wanderpokal, den sie dadurch auch endgültig behalten durften.

„Wir sind froh über Platz zwei, nachdem wir zwischendurch nur auf Rang vier lagen“, bekannte Hans-Jörg Reßler. Der Vorstand der Ammergauer holte sich bei den Senioren 1 wie seine Teamkollegen Anton Bader (Halbschwergewicht), Gerhard Sturm (Senioren Schwer) und dessen Sohn Andreas Sturm (Leichtgewicht) den Sieg. „Der Finger hat gehalten“, bekannte der Inninger Andreas Sturm, der für die Hakler von Pflugdorf-Stadl startet, die zum Ammergau gehören. 

Im Finale zog er seinen Dauerrivalen Markus Weber (Schlierachgau) zweimal über den Tisch, nicht zuletzt weil er lautstark von seinen Fans angefeuert wurde. „Man merkt, das ist ein anderes Gefühl, wenn viele aus dem eigenen Verein da sind“, meinte Sturm zu seinem „Heimspiel“ obwohl der Gau Auerberg auf der Käsealm bei Rottenbuch Ausrichter war. So wie er ohne lädierte Mittelfinger aus den Wettkampf zu kommen, war bei den insgesamt 142 Teilnehmern eher die Ausnahme. Die Sanitäter bekamen so immer wieder Arbeit. „Das gehört dazu“, war aus dem Kreisen der hart gesottenen Hakler zu hören, die sich vor dem Weg auf die Bühne akribisch vorbereiteten. Egal ob mit Gewichten, einem Expander oder einem Teamkollegen als Sparringspartner erfolgte das Warmmachen. Beim Duell am Kampftisch dauerte es dann oft nur einen kurzen Augenblick bis einer der Hakler über den Tisch gezogen wurde oder den Lederring aus dem Finger rutschen ließ. Bei zwei Niederlagen war der Bewerb, der im Modus Doppel K.O. ausgetragen wurde, dann vorbei. Die 26 Ammergauer kamen am Ende auf insgesamt 37 Zähler, was aber zu wenig war, um den Auerberglern, die mit 41 Hakler 52 Zähler sammelten, den Titel streitig zu machen.

Von Roland Halmel

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