AWA Ergebnisse

Jahresabschluss der AWA 

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Zwar in Rente, doch noch engagiert, wenn es um die AWA geht: Peter Rührmeyer zeigte die Maschinen, die im Untergrund von Herrsching für eine optimale Abwasserentsorgung zuständig sind.

Herrsching – Durchweg positiv war der Jahresabschluss, der auf der Verbandsversammlung der Ammerseer Wasser- und Abwasserbetriebe (AWA) in Herrsching präsentiert wurde.

Thema war außerdem die innerhalb der EU geplante Liberalisierung der Wasserversorgung. Mitte November hat der Gemeinderat Pähl einstimmig beschlossen, nicht nur die Abwasserentsorgung, sondern neu auch die gemeindliche Aufgabe der Wasserversorgung sowie das Wasserwerk in die Verantwortung der AWA zu geben. „Wir haben bisher sehr gute Erfahrungen mit der AWA gemacht. Deshalb war es nicht schwer, den Gemeinderat zu überzeugen, auch die Trinkwasserversorgung auszulagern“, betonte Pähls Bürgermeister Werner Grünbauer. Verbands-Geschäftsführer Hermann Doblinger unterstrich, dass ein Mitglied mehr in der Gemeinschaft zudem auch den Schutz vor möglichen Privatisierungsabsichten durch die EU erhöhe. Entgegen der Annahme, das Thema sei nach europaweiten Protesten vom Tisch, habe die EU-Kommission als Teil der Troika von den Krisenstaaten Griechenland und Portugal nun auch die Privatisierung im Wasserbereich erwartet. Mit den Liberalisierungsbestrebungen der EU aber drohe laut Doblinger in der kommunalen Wasserversorgung die Gefahr einer tiefgreifenden Strukturveränderung. „Durch die AWA in der Rechtsform eines gemeinsamen Kommunalunternehmens seien die Gemeinden Andechs, Herrsching, Inning, Pähl, Seefeld, Wielenbach und Wörthsee bestens geschützt. Der Privatisierung müsste jedes einzelne Gemeinderatsgremium mehrheitlich zustimmen. Es besteht deshalb ein siebenfacher Schutz vor einer Liberalisierung.“Großes Lob gab es für Doblinger für seine umsichtige Wirtschaftführung - im fünften Jahr in Folge wurde auch für 2011 ein Überschuss (21.000 Euro) erreicht - und für sein Qualitäts- und Umweltmanagement. Die AWA-Betriebe sind erneut für die Bereiche Qualitätsmanagement 9001 und Umweltmanagement 14001 zertifiziert. „Wir machen es für den Gewässerschutz, für die Bürger und für unsere Mitarbeiter“, erklärte Doblinger. „Es geht auch um deren Sicherheit. Sie müssen oft 22 Meter tief in die Schächte hinunter steigen und müssen für die Gefahren sensibilisiert werden.“ Verbandsmitglied und Herrschings Bürgermeister Christian Schiller betonte, dass die AWA auf „sehr hohem Niveau“ arbeite. „Ich denke, wir können mit Fug und Recht sagen, es handelt sich bayernweit um ein Vorzeige-Unternehmen, was nur mit einem tollen Team im Rücken so funktionieren kann.“ pop

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