Der ganz besonderer Duft von Mahagoni

Die »Ammersee Classics« Wettfahrtserie zu Gast in Utting – 35 Boote aus Deutschland und Österreich am Start

Sie gilt als eine der schönsten Regatten in Deutschland – die „Ammersee Classics“ Regatta, die jüngst erst auf dem Ammersee stattgefunden hat.
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Sie gilt als eine der schönsten Regatten in Deutschland – die „Ammersee Classics“ Regatta, die jüngst erst auf dem Ammersee stattgefunden hat.

Utting – Viermal im Jahr weht ein ganz besonderer Duft von Mahagoni, umrahmt von einer feinen Teaknote über den Ammersee. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass eine der vier „Ammersee Classics“ Regatten ausgesegelt wird. Diese Regattaserie – ausschließlich für klassische Holzboote – startet mit dem „Traditionsklassen Meeting“ bei der Bayerischen Seglervereinigung (BSV) und dem Freundeskreis klassischer Yachten (FKY) in Utting.

Die zweite Station ist der Ammersee Yacht-Club (AYC) in Riederau, wo um den „Holzpokal“ gesegelt wird. Die „Oldies but Goldies“ wird vom Augsburger Segler-Club (ASC) in Utting ausgerichtet und die „Holzboot Regatta“ als letzte Regatta der Klassiker-Serie beim Dießner Segel-Club (DSC). 35 klassische Boote waren bei der dritten „Ammersee Classics“ Regatta, der „Oldies but Goldies“, am 18. und 19. August in Utting am Start: Wunderschöne Holzboote vom gesamten Ammersee aber auch sechs Olympiajollen vom Berliner Müggelsee, dem österreichischen Samitzteich, der Donau und dem Attersee zogen ihre Bahnen. Leider hat der Wind „geschwächelt“ und so konnte Wettfahrtleiter Dr. Georg Haindl nur am Samstag zwei der fünf geplanten Wettfahrten mit seinen Helfern zu Wasser und zu Land durchführen.

Die Österreicher stiften Wanderpreis

Der windarme Sonntag wurde von manchen mit entspanntem Weitersegeln oder gemütlich im Casino des AYC sitzend sehr gut überstanden. Für die Wettfahrten gab es gleich vier Wertungen: Gesamtsieger nach Yardstick (Berechnungssystem für Segelregatten, das es erlaubt, Jollen oder Yachten unterschiedlicher Bauform in einer Regatta gegeneinander antreten zu lassen), schnellste Jolle, schnellste Yacht und schnellste Olympiajolle (O-Jolle). Die O-Jollen segelten außerdem um den von den österreichischen Segelfreunden neu gestifteten Wanderpreis, der aus einer Gesamtwertung der Platzierungen bei der „Atterseewoche“, die Ende Juli/Anfang August gesegelt wurde, und der „Oldies but Goldies“ errechnet wurde. Gesamtsieger der „Oldies but Goldies“ Regatta nach Yardstick wurde die 22qm Rennjolle J500 „Zwiderwurz“, gesteuert von Oliver Betz mit seinen Vorschotern Patrick Wittmann und Michi Erhard, alle drei vom ASC. Diese Mannschaft durfte auch den Preis für die Klassenwertung „schnellste J-Jolle“ mit nach Hause nehmen. Die 22 qm Rennjolle ist die älteste deutsche Jollenklasse, sie wurde 1909 konzipiert und ist unter den vier Bezeichnungen J-Jolle, Binnenjolle, Nationale Jolle oder 22 qm Rennjolle bekannt. Alle J-Jollen, die an dieser Wettfahrt teilgenommen hatten, stammen allesamt vom Ammersee. Auf Platz zwei segelte Alexa Hausotter vom ASC an der Pinne der 22 qm Rennjolle J503 „fünfnulldrei“ mit Michael Nissen (DTYC) und Sepp Hammerlindl (ASC) an den Schoten. Platz drei, ebenfalls eine 22er Rennjolle J555 „Zygo“, wurde von Wolfgang Schneider gesteuert. Hermann Wegener und Anna Schneider bedienten die Schoten – alle wiederum vom ASC. Den Wanderpreis „Gesamtwertung O-Jollen Attersee/Ammersee“ gewann AUT4, „Froh“ gesteuert von Herbert Böhm vom Segelclub Albertus Magnus Schule in Wien. Bernd Müller-Hahl erreichte mit seinem 35qm Nationaler Kreuzer T90 „Herzog Ernst“ und seinen beiden Vorschotern Irmi Hahn und Erich Schmid (alle vom SCLL) die Wertung „schnellste Yacht“ und bekamen dafür den Wanderpokal überreicht. Die Klassenwertung für die schnellste O-Jolle der „Oldies but Goldies“ Regatta gewann Flori Bauer mit seiner „Kleine Freia“ vom ASC.

Positives Resümee

Faire und passionierte Segler auf ihren wunderbaren alten Klassiker-Holzschiffen waren unterwegs, der ASC hat einmal mehr sein hervorragendes ehrenamtliches Engagement und seine unkomplizierte Kooperation mit den Nachbarvereinen und des Organisationsteams der „Ammersee Classics“ unter Beweis gestellt. Kurz: Es hat allen Spaß gemacht und alle freuen sich auf die letzte der vier Klassiker-Regatten in diesem Jahr, die am Wochenende 8. und 9. September im Dießner Segel-Club starten. Die Eleganz dieser einmaligen Holzboot-Raritäten besticht und ist auch für jeden Segellaien eine besondere Augenweide, die man sich für die noch folgende Regatta im September auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Zum Glück – für den einen oder anderen – muss man dazu nicht aufs Wasser hinaus, sondern kann die formvollendeten Schönheiten auch von Land aus besichtigen. Besucher und Teilnehmer sind zu Land und zu Wasser herzlich willkommen. Weitere Infos unter: www.ammersee-classics.de und auf facebook.com/Ammersee-Classics.

kb

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