Ammersee Ostufer

Roth soll nach Landsberg fahren

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Herrsching – FDP-Kreisrat Johannes Puntsch rührte am Montag vor dem Kreistag noch einmal nach Kräften die Werbetrommel für den Antrag seiner Fraktion zur Entbuschung des Ammersee- Ostufers.

Mit aktuellen Aufnahmen und historischen Fotos machte er auf die Veränderungen am zweitgrößten See im Landkreis aufmerksam. Die FDP hätte das Gewässer gerne im eigenen Hoheitsgebiet. Es gibt Stellen entlang des Ostufers, die derart bewachsen sind, dass man den See bestenfalls hört. Vor allem entlang des Uferbereichs in Wartaweil und in Breitbrunn gibt es kaum noch eine Durchsicht. Wie berichtet, hatte sich im Sommer die Kreis-FDP diesem Thema angenommen, eine Bürgerinitiative kämpft schon seit zwei Jahren für eine Entbuschung des Ufers. Die Krux an der Sache ist nur, dass die Pflege des Uferbereichs in das Aufgabengebiet des Landsberger Landratsamts fällt. Im Kreisausschuss einigten sich bereits Antragsteller und die Mehrheit des Gremiums darauf, Landrat Karl Roth nach Landsberg zu seinem Amtskollegen zu schicken, damit dieser den Nachbarn die Problematik auseinandersetzt. Einer Übernahme der Pflegearbeiten durch den Landkreis lehnte der Ausschuss ab. Und die Verwaltung machte den Liberalen wenig Hoffnung, dass Landsberg den See an Starnberg abtreten werde. Mittlerweile hat der Bund Naturschutz (BN) angekündigt, den Uferbereich zu untersuchen. Denn auch ein Gutachten, vom Landkreis finanziert, wollte im Kreisausschuss niemand in Auftrag geben. Robert Brack (CSU), auch wie Puntsch ein Bürger Herrschings, brach eine Lanze für den Antrag. Hierbei ginge es nicht um einzelne Grundstücksbesitzer, denen der Seeblick zugewachsen sei, sondern um eine zunehmende Verlandung des Ammersees. Den erst in diesem Jahr auf den Weg gebrachten Gewässerentwicklungsplan sei laut Brack „völlig am Bürgermeister und Bürgern vorbei gelaufen“, sagte Brack. „Dem hat keine Gemeinde zugestimmt.“ Er erinnerte an den Bodensee, durch den Landesgrenzen liefen, „ohne dass es Probleme gibt“. Von einer „Renaturierung mit der Motorsäge“ sprach dagegen Anton Maier (Grüne). Er verlangt, alles so zu belassen, wie es ist. Und Albert Luppart (Freie Wähler) quittierte die Debatte so: „Wir sollten die Kirche im Dorf und die Bäume am Wasser lassen. Die Kreisräte folgten der Empfehlung des Kreisausschusses. Oliver Puls

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