Wie unsere Landschaft entstanden ist

In Andechs gibt es einen  landeskulturellen Lehrpfad

Bürgermeister Georg Scheitz (r.a.d. Tafel) erklärt (v.l.) Michael Kießling, Anne Franke, Ministerin Michaela Kaniber, Landrat Stefan Frey, Anna E. Neppel und Ute Eiling-Hüttig den Lehrpfad.
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Bürgermeister Georg Scheitz (r.a.d. Tafel) erklärt (v.l.) Michael Kießling, Anne Franke, Ministerin Michaela Kaniber, Landrat Stefan Frey, Anna E. Neppel und Ute Eiling-Hüttig den Lehrpfad.

Andechs – Welche Pflanzen und Blumen wachsen hier? Und auf welchen Böden? Wie sieht eine Sommergerste aus? Wie wurde Landwirtschaft vor hundert Jahren betrieben? Unter anderem mit diesen Fragen befasst sich der rund drei Kilometer lange landeskulturelle Wanderweg, der jüngst auf Erlinger Flur eröffnet wurde.

Und dazu hatte der Andechser Bürgermeister Georg Scheitz eine große Runde eingeladen – angefangen bei Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber, dem Bundestagsabgeordneten Michael Kießling, die Landtagsabgeordneten Ute Eiling-Hütig (alle CSU) und Anne Franke (Grüne) sowie Landrat Stefan Frey und seine Amtsvorgängerin im Andechser Rathaus, Anna Elisabeth Neppel. Sie alle hatten sich am unteren Ende des Kloster-Pakplatzes bei strahlendem Sonnenschein versammelt, um diesen neuen Wanderweg, der sich mit dem Landschaftsbild rund um Andechs, der Eiszeit und dem Isar-Loisach-Gletscher – Letzterer ist für die sanften Hügel und für so manch schroffes Gestein im Boden verantwortlich – beschäftigt. An 15 Stationen erfahren Urlauber und Einheimische neben Pflanzenkunde auch eine Menge über die heimische Landwirtschaft. Die Informationen und Geschichten um Natur und Bauernstand und die nicht minderpärgenden Benediktiner-Mönche sind auf Schautafeln und auf kleinen übereinandergelegten wetterfesten Karten zu finden. Zustande gekommen ist das Projekt mit der Debatte um die Friedhofserweiterung. Im Zuge dieser fand man wieder die alten, teils verwitterten Tafeln aus der 1970er Jahren, die unter anderem der Vater von Rathauschef Scheitz als damaliger Bauernobmann mit aufgestellt hatte. Für einen weiteren Schub in Richtung Realisierung sorgte die Lokale Aktionsgruppe Ammersee (LAG), die wiederum mit dem Leader-Programm des Bayerischen Landwirtschaftsministeriums zusammenhängt. Rund 40.000 Euro hat der neue Lehrpfad gekostet, gut angelegtes Geld, befand nicht nur Bürgermeister Scheitz, der auf die rund eine Million Besucher des Klosterdorfes pro Jahr verwies. Auch Ministerin Kaniber sprach von einem „Vorzeigeprojekt“ und hofft auf weitere Nachahmer in der Region.

po

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