"Anlage hat sich mehr als bewährt"

Erfolgsmodell: die Ampel an der Kreuzung Römer-/Landsberger Straße. Im März soll sich entscheiden, ob sie dauerhaft bestehen bleibt. Foto: Polster

Selten ist eine Maßnahme in Gilching derart gut angenommen worden, wie die Ampel an der Kreuzung Römer-/Landsberger Straße. Im März entscheidet sich, ob sie bleibt.

Viele Jahre lang versuchte die Gemeinde Gilching vergeblich, die gefährliche Kreuzung Römer-/Landsberger Straße durch eine Ampelanlage zu entschärfen. Obwohl sich Polizei und auch die Kreisbehörde pro Ampel aussprachen,  lehnte das Straßenbauamt in Weilheim als zuständige Behörde für Staatstraßen die Maßnahme ab. Unter anderem mit der Begründung, dass wegen der S-Bahnunterführung die Römerstraße beziehungsweise Staatsstraße 2069 bergan geht. Dadurch bestehe die Gefahr, dass im Winter bei schneeglatten Fahrbahnen insbesondere Lkws an der Steigung hängen bleiben und den Verkehr behindern. Letztendlich hat sich die Weilheimer Behörde zu einer sechsmonatigen Testphase bereit erklärt. „Diese läuft Ende März aus“, erklärte Bürgermeister Manfred Walter. „Dann wird endgültig entschieden, ob wir die Ampel behalten dürfen.“ Nach Meinung Walters ist nur ein positiver Bescheid möglich. „Die Anlage hat sich mehr als bewährt. Wir haben nur positive Resonanz erhalten.“ Zum einen müssen Autofahrer aus Richtung Landsberger Straße keine langen Wartezeiten mehr in Kauf nehmen, um links in die Römerstraße einzubiegen. Weshalb auch die Auffahrunfälle fast auf Null zurückgegangen sind. Mehr aber noch zählt die Sicherheit der Fußgänger. „Es handelt sich immerhin um einen Übergang, der von vielen Grundschülern, die von ihren Eltern nicht mit dem Auto transportiert werden,  genutzt wird. Früher war es ein Spießrutenlaufen, um über die Römerstraße zu kommen.“ Auch der vom Straßenbauamt prognostizierte Rückstau bei Winterverhältnissen ist laut Walter nicht eingetreten. „Selbst wenn es an zwei bis drei Tagen katastrophale Straßenverhältnisse geben würde, könnte ja die Ampel für diese kurze Übergangszeit abgeschaltet werden. Dies ist aber rein hypothetisch.“       Vorsorglich hat der Finanzausschuss schon mal 70000 Euro für diverse Rückbaumaßnahmen im Haushalt 2011 vorgesehen. „Es müssen zwei Fußgänger-Inseln abgebaut und stattdessen an der Landsberger Straße eine Linksabbiegespur angelegt werden“, erklärt Walter. Von der Straßenbaubehörde gab es bisher weder eine negative noch eine positive Rückmeldung. „Wir warten alle die Testphase ab. Sobald der positive Bescheid vorliegt, beginnen wir mit den Rückbaumaßnahmen.“

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