Asylbewerber

Gilching bereitet sich auf Flüchtlinge vor

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Gilching – „Es gibt keine Patentlösung“, sagte Gilchings Bürgermeister Manfred Walter auf der Infoveranstaltung zum Thema Asyl. Denn trotz der allgemein positiver Stimmung innerhalb der Bürgerschaft gibt es viele offene Fragen.

Unter anderem sorgt sich Gudrun Müller, dass die Gilchinger Tafel dem zu erwartendem Ansturm nicht gewachsen ist. „Ich habe Bauchweh, wenn ich an die Ankunft der 200 neuen Asylbewerber denke“, sagte Gudrun Müller auf der Info-Veranstaltung, zu der rund 400 Bürger in die Arndoldus-Grundschule gekommen waren (wir berichteten). Die Leiterin der Gilchinger Tafel befürchtet, dass die bisher gespendeten Lebensmittel nicht mehr ausreichen, um allen gerecht zu werden. Neben dem ursprünglichen Klientel, das regelmäßig zur Tafel kommt, haben sich mittlerweile auch rund 50 Asylbewerber gesellt. „Viele von ihnen sagen Mama zu unseren Ehrenamtlichen. Wir mögen sie alle und möchten keinen verlieren. Aber 200 weitere, das schaffen wir nicht.“ Zur Gelassenheit mahnte Eva Ott, Sprecherin des Helferkreises Asyl. „Es bahnt sich bereits eine Lösung an. Wir haben ja auch die beiden Kirchengemeinden mit im Boot, die sich sehr engagieren. Voraussichtlich wird es eine weitere Lebensmittelausgabe in der Gemeinschaftsunterkunft geben.“ Zu Wort meldete sich Pfarrer Christoph Lintz von der katholischen Kirche. Er verwies darauf, dass nach den jeweiligen Messen Lebensmittel gesammelt und diese an die Tafel weiter gegeben werden. Die nächsten Termine sind am kommenden Samstag, 18. Juli, um 18.30 Uhr in St. Vitus und am Sonntag, 19. Juli, um 10 Uhr in St. Sebastian. Fragen gab es außerdem zum Thema Sicherheit für die Asyl-bewerber. „Ist es möglich, für die neue Sammelunterkunft einen Security-Dienst zu engagieren?“, wollte Bernhard Feilzer wissen. Dass dies nicht notwendig sei, erklärte Esther Aderhold von der Regierung von Oberbayern. „Es gibt bei den von uns betreuten Unterkünftigen nirgends einen Sicherheitsdienst und es funktioniert hervorragend.“ Im Übrigen verwies sie darauf, dass innerhalb der Gemeinschaftsunterkunft, die im Herbst am Festplatz eröffnet werden soll, geschultes Personal vor Ort sein wird und außerdem ein Notruf-Knopf für Asylbewerber zur Verfügung stehe. Es gab aber auch Fragen, wie es denn um die Sicherheit der Gilchinger Bürger stehe. Zum einen werde die Beleuchtung rund um die künftige Gemeinschaftsunterkunft angepasst, sagte Bürgermeister Manfred Walter. Und im Übrigen gebe es keinerlei Anzeichen von kriminellen Handlungen. Andreas Ruch, Germerings stellvertretender Polizeichef, versicherte, dass bereits ausreichend Erfahrungen bei anderen Gemeinschaftsunterkünften gesammelt wurde und dass man keinerlei Auffälligkeiten festgestellt habe. pop

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