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Auch im Landkreis Starnberg gibt es wieder mehr Arbeitslose

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Die Bundesagentur für Arbeit.
Die Arbeitslosenzahlen steigen. Auch im Landkreis Starnberg. (Symbolfoto) © Manfred Segerer/Imago Images

Landkreis – Der Bestand an Arbeitslosen liegt im Agenturbezirk Weilheim mit den Landkreisen Starnberg, Weilheim-Schongau, Fürstenfeldbruck, Landsberg und Garmisch-Partenkirchen im August bei 11.755. Dies entspricht einem Anstieg von nahezu fünf Prozent gegenüber dem Vormonat sowie dem Vorjahr. Für den Landkreis Starnberg werden 239 Arbeitslose mehr als noch vor einem Jahr gemeldet.

Zu beachten ist laut einer Pressemitteilung der Arbeitsagentur, dass der Anstieg der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat nur in sehr geringem Maße auf Zuwächsen bei der Arbeitslosigkeit ukrainischer Staatsangehöriger beruht. Auffällig ist der – im Berichtsmonat August allerdings saisonal übliche – Anstieg der Arbeitslosigkeit bei den Jüngeren; in der Altersgruppe der 15 bis unter 25-Jährigen ist der Bestand an Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat um 24 Prozent gestiegen. Die Arbeitslosenquote der Ausländer liegt weiterhin auf hohem Niveau (8,7 Prozent).

Der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen liegt weiterhin auf hohem Niveau. Der aktuelle Berichtsmonatswert übersteigt mit 7.589 deutlich den Vorjahresmonatswert.

Arbeitslosenzahl in Starnberg steigt im August um 88 auf 2.443

Im Landkreis Starnnberg hat sich die Arbeitslosigkeit im Berichtsmonat um 88 auf 2.443 Personen erhöht. Die Arbeitslosenquote betrug im August 3,5 Prozent (3,4 Prozent im Juli), vor einem Jahr stand diese bei 3,2 Prozent. Dabei meldeten sich 609 Personen neu oder erneut arbeitslos, 1.049 Männer und 1.394 Frauen waren damit ohne Beschäftigung. Gleichzeitig beendeten 507 Personen ihre Arbeitslosigkeit. 241 Arbeitsstellen wurden beim Arbeitgeber-Service neu gemeldet. Dies ergibt den aktuellen Bestand von 1.235 freien Arbeitsstellen im Landkreis Starnberg.

Im Gegensatz zu den vergangenen beiden Monaten ist der Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Agenturbezirk weniger auf den Zugang von Ukrainerinnen und Ukrainern in die Jobcenter des Agenturbezirkes zurückzuführen, sondern auch auf klassisch saisonal bedingte Ursachen.

Vorbereitung auf Arbeitsstelle oder Studium

„Einerseits steigen kurzfristig die Arbeitslosenzahlen der Jüngeren bis 25 Jahre, die sich nach Abschluss der Berufsausbildung oder des Abiturs in Vorbereitung auf Arbeitsstelle oder Studium befinden, andererseits lässt sich der Anstieg auch auf das in der Sommerpause gedämpfte Einstellungsverhalten der Unternehmen zurückführen“, erläutert Markus Nitsch, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Weilheim.

Prognose: Im September und Oktober mehr Einstellungen

Dieses periodisch wiederkehrende Phänomen sei unproblematisch, denn vor allem in den Monaten September und Oktober rechnet der Agenturchef wieder vermehrt mit Einstellungen von gut ausgebildeten jungen Leuten. „Der nach wie vor hohe Bestand an offenen Stellen ist ein deutliches Indiz dafür.“

Den gleichen Anstieg der Arbeitslosigkeit wie in der Gegenüberstellung zum Vormonat gelte es allerdings auch im Verhältnis zum Vorjahresmonat zu vermelden, was bedeute, dass 551 Arbeitslose mehr im Agenturbezirk registriert wurden als im Vergleichsmonat in 2021. (kb)

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