Toter Tierkadaver in Brandenburg war mit Virus infiziert

Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest bereitet Jägern und Züchtern in der Region Kopfschmerzen

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Die "Afrikanische Schweinepest" ist in Deutschland angekommen. Nun fürchten Jäger und Züchter in Bayern, darunter auch im Landkreis Starnberg, dass sich die Krankheit auch im Freistaat breit machen könnte (Symbolbild)

Region - "Corona" dominierte lange Zeit die gesundheitliche Debatte, doch die Landwirtschaft fürchtet eine ganz andere Krankheit, konkret die "Afrikanische Schweinepest" (ASP).  Für den Menschen ist die Virusinfektion nicht bedrohlich, für Schweine allerdings lebensgefährlich. Da auch Wildschweine sich mit dem Virus infizieren können, sind Jäger im Landkreis etwas besorgt. Besonders vor dem Hintergrund, dass die "Afrikanische Schweinepest" nun in Deutschland angekommen ist.

In Brandenburg, im Spree-Neisse-Kreis, wurde vor Kurzem ein verwester Wildschweinkadaver entdeckt. Im Rahmen einer Testung wurde bei dem toten Tier das ASP-Virus nachgewiesen. Angesichts dieser Umstände blicken Jäger wie auch Schweinezüchter in ganz Bayern, darunter auch im Landkreis Starnberg, mit einem bedrückenden Bauchgefühl nach Brandenburg.

"Verstehen die Ängste"

„Wir können die Ängste der Schweinehalter und der gesamten Landwirtschaft verstehen und teilen ihre Befürchtungen. Jetzt müssen alle zusammenstehen und verhindern, dass die Seuche in die bayerischen Haus- und Wildschweinbestände eingeschleppt wird. Die Jägerschaft ist dabei zur Mithilfe bereit. Nicht zuletzt weil eine Tierseuche immer auch großes Tierleid bedeutet", sagt Thomas Schreder, Vizepräsident des Bayerischen Jagsverbandes (BJV). 

Bisher kein Fall in Bayern

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Verbraucherschutz ist derzeit damit beschäftigt die verunsicherten Züchter und Jäger zu beruhigen. Da die "Afrikanische Schweinepest" bisher nur in Brandenburg festgestellt wurde, gibt es laut dem Ministerium keinen Grund zur Beunruhigung. 

Verdachtsfälle sofort melden

Angesichts des Infektionsfalles in Brandeburg ruft BJV-Vizepräsident Schreder zur Vorsicht auf und bittet etwaige Verdachtsfälle umgehend den Behörden zu melden:

„Wir appellieren an alle Revierinhaber, jetzt noch aufmerksamer zu sein und sich intensiv an der Totfundsuche nach verendeten Wildschweinen zu beteiligen, sich eng mit den Veterinärbehörden abzusprechen und gefundene Kadaver auch untersuchen zu lassen.“

Von Florian Ladurner

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