60 Tiere leben auf der Farm

Raubtierprobe, Ponyreiten und vieles mehr: Ausflug auf die Circus Krone Farm in Weßling

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Weßling – Die Circus Krone Farm in Weßling öffnet zum ersten Mal ihre Tore für Besucher. Auf dem zwölf Hektar großen Gelände gibt es so einiges zu entdecken und Attraktionen für die ganze Familie.

Die Farm am Zahnering 1 ist schon seit 1938 im Besitz der Familie Krone und sozusagen ein Seniorenheim für Tiere geworden, die nicht mehr im Circus auftreten können. Dort werden sie weiterhin fachkundig gepflegt, betreut und trainiert, um sie auch in fortgeschrittenem Alter sowohl körperlich als auch geistig zu beanspruchen. Da durch die Corona-Pandemie viele Auftritte und die Tour des Circus ausfallen mussten, leben derzeit sogar 60 Tiere auf der Farm.

Neben Pferden, Zebras, Kamelen, Lamas, Ziegen und Eseln gibt es auch gefährlichere Tiere wie Tiger und Löwen zu bestaunen. Um den Besuchern möglichst viel von der Farm zu zeigen, gibt Frank Keller, Tierschutzbeauftragter des Circus Krone, den Besuchern eine informative Führung über das gesamte Areal mit lustigen Geschichten und spannenden Einblicken: Durch die Probemanege und den Pferdestall mit Ahnengalerie geht es vorbei an den Kamelen und Lamas zu einem kleinen „Circus Krone Museum“ in dem alte Kutschen ausgestellt sind. Hinter dem Museum verbirgt sich das Tigergehege, in dem vier der asiatischen Raubkatzen dauerhaft leben. 

Raubtierprobe, Ponyreiten und vieles mehr...

 © Kreisbote
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Bei einer kleinen Erfrischungspause können die riesigen, teilweise kurios geformten Circuswägen bewundert werden. So gibt es zum Beispiel einen extra Giraffenwagen, in dem eine Giraffe liegend mit gestrecktem Hals transportiert werden kann. Die eineinhalbstündige Führung über die Farm wird durch ein weiteres Highlight abgerundet: Bei einer Raubtierprobe zeigt Alexander Lacey den Zuschauern, welche Tricks seine Tiger und Löwen können und gibt ihnen einen kleinen Einblick in das Training. Im Anschluss an das Programm können Kinder optional die beiden Ponys Tom und Jerry Probereiten oder eine der Raubkatzen füttern. „Die Veranstaltung findet bewusst in einem kleinen, familiären Rahmen statt“, erklärt Keller. So haben jeweils samstags und sonntags bis zu 30 Familien um 10 und um 14 Uhr die Möglichkeit, die Circus Krone Farm zu besichtigen. 

Dadurch kann der Mindestabstand während des gesamten Aufenthalts gewährleistet werden. Um eine Veranstaltung besuchen zu dürfen, ist vorab eine Online-Reservierung unter der E-Mail-Adresse wessling@circus-krone.de nötig. Erwachsene zahlen 25 Euro und Kinder von drei bis zwölf 15 Euro Eintritt. Jeder Besucher muss einen persönlichen Mund-Nasen-Schutz haben und diesen in geschlossenen Räumen tragen. „Die Gemeinde Weßling mit Bürgermeister Michael Sturm und das Landratsamt Starnberg zeigten sich sehr kooperativ und so konnten wir schnell mit dem Projekt starten“, freute sich Keller über die Zusammenarbeit mit den Behörden. 

Wer von der Raubtierprobe in Weßling noch nicht genug bekommen hat, dem sind die kommentierten Raubtierproben mit Zirkusdirektor Martin Lacey sehr zu empfehlen. Je samstags und sonntags um 10 und um 13:30 Uhr zeigt der Circusdirektor in einer eineinhalbstündigen Vorstellung rund 200 Zuschauern im Circus Krone-Bau in München die besten Übungen seiner Raubtiere. Insgesamt hat Lacey drei Tiger und 23 Löwen, von denen jeweils sechs bis sieben Tiere zusammen in einem Auslauf leben. Bis die Raubkatzen in einer Vorstellung auftreten können, dauert es rund zwei Jahre. Die Erziehung erfordert viel Geduld und es sei sehr wichtig, den Charakter der Tiere zu kennen, um auf jedes individuell eingehen zu können, erklärt Lacey bei der Vorstellung. Tickets für das kommentierte Raubtiertraining in München gibt es unter www.muenchenticket.de. „Der Tierschutz liegt dem Circus Krone natürlich sehr am Herzen“, erklärt Keller bei der Führung. „Auf Tournee werden wir jede Woche vom zuständigen Veterinäramt kontrolliert. Und man kann sagen: Unseren Tieren geht es gut“. Das sieht man nicht allein am hohen Alter der Tiere: In freier Wildbahn werden Raubkatzen im Durchschnitt nur zehn Jahre alt. „Hier im Circus werden sie mindestens 20“, erklärt der Tierschutzbeauftragte weiter. Aus diesem Grund gibt es auch den Gnadenhof in Weßling, auf dem die Tiere auch in hohem Alter noch ein erfülltes Leben mit professioneller Betreuung führen können. 

Auch für Lacey steht das Wohl seiner Tiere und ein respektvoller Umgang mit ihnen an erster Stelle: Sie sind wie Familienmitglieder und werden beim Circus Krone auch so behandelt. Durch ein qualifiziertes Training werden sie geistig und körperlich gefördert. Um den Tierschutz weiter voran zu treiben, rief Martin Lacey 2017 den Verein „Lacey Fund“ ins Leben. Die Organisation setzt sich unter anderem für die Verbesserungen der Haltungsbedingungen von Tieren ein. Weitere Informationen zum Verein gibt es unter www.lacey-fund.com. Sowohl die Führungen über die Circus Krone Farm in Weßling als auch das kommentiere Raubtiertraining werden mindestens bis September 2020 laufen und die Circusfamilie freut sich schon auf viele begeisterte Besucher. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.circus-krone.com/news.

lil

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