Ein außergewöhnliche Festival ECHOLOT geht heuer in die zweite Runde

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Kempfenhausen – In die zweite Runde geht am kommenden Freitag, 7. Juli, das Festival Echolot – und das gleich mit mit vier Uraufführungen. Erneut laden die Kunstschaffenden ihre Besucher in ungewohnte Klangwelten ein, die das Publikum verleiten soll, sich mit allen Sinnen auf das Abenteuer der Gegenwartsmusik einzulassen.

Das Festival steckt auch in diesem Jahr voller Überraschungen, regt an – und ist laut Pressemitteilung „eine Entdeckungsreise unter der Prämisse, den Bodenkontakt zu halten, Resonanzen zu erkunden und Untiefen zu meiden“. Veranstalterin ist wieder Elisabeth Carr, die Leiterin der „KunstRäume am See“, die historischen Mauern und der weitläufige Park im Schloss Kempfenhausen sind für die Zuschauer das passende Umfeld, um in Ungewohntes einzutauchen, das inspiriert. Ungewohnt, weil die Töne teilweise schräg anmuten, auch atonal daherkommen können – und inspirierend, weil die Kompositionen und Interpretationen die Gefühlsebene erreichen und bis ins Unterbewusstsein vordringen, dabei unweigerlich das Kopfkino in Gang setzen. Szenisch unterlegt, mit Videoprojektionen und „traumwandlerischen“ Installationen veranschaulicht und teilweise mitten in der malerischen Gartenanlage schafft jedes Konzert auf seine ganz eigene Art und Weise den unmittelbaren Dialog zwischen Künstler und Zuhörer. Dementsprechend steht das Festival heuer unter dem Motto „Nähe“ – und Nähe ist im wahrsten Sinne Programm. „Zwischen Nähe“ nennt sich etwa die Auftaktveranstaltung am Freitag, in der sich Sopranistin Irene Kurka mit „Kellner, bring mir einen Schweinebraten“ ein Duo mit einem Tisch einlässt. Am Samstag, 8. Juli, setzt sich das sinnvolle Erlebnis mit „Echos am Park“ fort: Eingebunden in „atmosphärisch-elektrischen Klängen“ gehen die bayerischen Gstanzl und Weisen von „Die Kusimanten“ ins Ohr und bis in die Zehenspitzen. Am Sonntag, 9. Juli, schließt „Kallephil“ & „The Living Loving Maid“ die bereichernde Expedition in die Neue Musik, geben die „Kronthaler“ – Sopranistin Theresa Kronthaler, Jazzgitarrist Kalle Kalima und Bassist Oliver Ponkratz – klassischen Barock-Arien von Monteverdi und Purcell eine modern-poppige Note. Insgesamt ein wahres Gesamtkunstwerk, gestaltet von Gunter Pretzel, Bratschist der Münchner Philharmoniker. Video-Performerin Manuela Hartel sowie die Komponisten Helga Pogatschar und Johannes X. Schachtner begleiten das Projekt als künstlerische Berater. Förderer ist Bergs Kulturreferent Joachim Kaske als Mitglied der „Christoph und Stephan Kaske Stiftung“ sowie der Bezirk Oberbayern, der Landkreis Starnberg, die Gemeinde Berg, die BSCW-Stiftung und die Kreissparkasse. Erklärtes Ziel des Festivals ist es, „ein emotionales Gesamterlebnis der Neuen Musik“ zu kreieren – und in den dabei entstandenen Klangwelten erleben Künstler und Publikum eine Nähe, die nachklingt.mk Das Programm von Echolot im Schloss Kempfenhausen, Milchberg 11 in Berg: Freitag, 7.7.2017, 20 Uhr, Eintritt: 18 /erm. 8 Euro: „Zwischen Nähe“, Miniszenen für Sopran und Tisch und Duos für zwei Bratschen mit Werken von Sora, Brass, Schachtner, Spring, u.a. 

Samstag, 8.7.2017, 19.15 bis 22.30 Uhr, Eintritt: 18 /erm. 8 Euro: „Echos im Park“, Musik im Freien zwischen Folklore und Neuer Musik, Performances und Konzert mit „Die Kusimanten“, Ruth Geiersberger, Simon Rummel, Cornelius Hirsch-Trio

Sonntag, 9.7.2017, 20 Uhr, Eintritt: 28 /erm. 15 Euro: „Kallephil“ & „The Living Loving Maid“, „Kallephil“ mit Kalle Kalima – Gitarre, Streichtrio der Münchner Philharmoniker (Vladimir Tolpygo – Violine, Beate Springorum – Viola, Sissy Schmidhuber – Violoncello). Vorverkauf bei der Tourist Information Starnberg unter Telefon 08151/90 600, www.sta5.de, oder KunstRäume am See unter 08151/559 721, www.kunstraueme-am-see.de. mk

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