Auszeichnung

Ehrenbriefe 2014 überreicht

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Tutzing – Fünf Ehrenbriefe hatte die Gemeinde in diesem Jahr „in Würdigung herausragender, langjähriger Leistungen“ zum Wohle Tutzings zu vergeben, und Bürgermeister Rudolf Krug ließ es sich trotz etwas angeschlagener Gesundheit nicht nehmen, die Ehrungen in festlichem Rahmen persönlich vorzunehmen.

Hubert Heirler, 1977 Mitgründer der örtlichen „Heimatbühne“ und seit 1993 deren Vorsitzender, wurde quasi stellvertretend für den gesamten Verein und dessen Wirken ausgezeichnet. 38 verschiedene Stücke an geschätzt 150 Theaterabenden haben er und sein Team, vom Bürgermeister auch als „Heirler´scher Familienbetrieb“ bezeichnet, in 37 Jahren auf die Bühne gebracht, teils unter schwiegrigen Bedingungen, denn die „Heimatbühne“ war nach dem Abbruch der alten TSV-Halle und bis zum Unterkommen in Räumen der Realschule längere Zeit unbehaust. Heirler plant aber schon wieder für die Zukunft: Zum 40-jährigen Bestehen des Vereins 2017 will er noch einmal in die Rolle des „Boandlkramer“ schlüpfen, in der er schon vor Jahrzehnten geglänzt hatte. „Wir zeichnen als Gemeinderat stellvertretend aus, haben aber stets das gesamte Team im Auge“, merkte Rathauschef Krug an, als er zur Ehrung der Familie Nöhmaier aus Unterzeismering schritt: Die Nöhmaiers, diesmal vertreten durch Rosi Nöhmaier und Tochter Annemarie Lechner, kümmern sich seit langem um die kleine Marienkapelle im Dorf, sorgen dafür, dass sie Besuchern zugänglich bleibt, spielt bei festlichen Gelegenheiten mit der Zither auf (Sohn Michael) und schaut stets nach dem Rechten (Vater Hans Nöhmaier): „Sie sind so eine Art Ersatz-Mesner“, lobte Krug. Auch der Ehrenbrief für Günther Thallmair steht für ein ganzes Team – die 2006 ins Leben gerufene Initiative „Tischlein deck Dich“. Diese kümmert sich nach dem Muster der „Starnberger Tafel“ mit aktuell 24 Helfern um ärmere, oft vereinsamte Mitbürger, versorgt sie mit Lebensmitteln und sammelt dafür Geld- und Sachspenden. Auch der Asylbewerber in Tutzing hat sie sich bereits angenommen: „Das alles ist aber keine One-Man-Show“, stellte der geehrte Thallmair sogleich in aller Bescheidenheit klar und reichte die lobenden Wort des Bürgermeisters quasi an seine teils anwesende „Mannschaft“ weiter. Der gebürtige Hamburger Erwin Winiarski wurde dafür geehrt, dass er sich „seit Jahr und Tag, bei Wind und Wetter“ in Tutzing als Schülerlotse zur Verfügung stellt und vor allem im Umfeld der Grundschule für die Schulwegsicherheit sorgt. Winiarski, der heuer sogar kurz nach der Genesung von einem Herzinfarkt gleich wieder seine verdienstvolle Tätigkeit aufnahm, sagte anlässlich der Ehrung, dass auch wieder neue Freiwillige als Schülerlotsen dringend gesucht seien. Der fünfte Geehrte war der diesmal verhinderte Michael Wrase: Wrase ist unter anderem seit Jahrzehnten bei der Tutzinger Wassewacht aktiv – die Überreichung der Ehrenurkunde wird nachgeholt. mps

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