B2-Tunnel: Staatliches Bauamt stellte konkrete Baupläne vor

Spatenstich im Juli

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Eine Übersicht des Bauvorhabens.

Starnberg – Der neue Behördenleiter des Bauamtes Weilheim, Uwe Fritsch ist sich sicher, dass sie das Beste für Starnberg herausgeholt haben, um den Ort zusammen zu gestalten. Er und Christian Probst, Projektleiter für Starnberg, stellten bei der Stadtratssitzung am Montag die Bauabschnitte vor.

Der Spatenstich für den B2 Tunnel soll Ende Juli sein. Das 200 Millionen Euro teure Projekt hat viele Befürworter, die hoffen, dass sich die Verkehrssituation für die Stadt verbessert. Gegner bezweifeln die Entlastung für die Kreisstadt. Der Bund übernimmt 196 Millionen Euro, die Stadt zahlt 4,1 Mio. Euro. Wie Probst erläuterte, werden künftig 51000 Autos auf der Münchner Straße unterwegs sein (Stand heute: 46000). Fritsch und Probst erklärten die verschiedenen Bauabschnitte der Zulaufstrecke Nord. Mitte Mai wird es eine EU-weite Ausschreibung geben. „Heute geht es um den Endzustand der Zulaufstrecke, die sechsspurig wird, sowie die Bauphasen und Zeitpläne dieses Jahr“, so Fritsch.

Petersbrunner Straße 

Die Straßen werden ausgeweitet. In Richtung Gauting gibt ein eigene Rechtsabbiegespur aus Richtung Autobahn. Es werden sechs Spuren nebeneinander geplant. Die Kreuzung ist eine „vollbeampelte Kreuzung” mit Links- und Rechtsabbiegespur. Die Querung der B2 wird hier nicht möglich sein, aber ein paar Meter weiter realisiert. Im Zuge des Grünplanungskonzepts sollen Bäume auf Privatgrund gepflanzt werden. Eine Befragung dazu wird stattfinden. 

Moosstraße/Perchatraße 

In diesem Bereich wird die Bushaltestelle ein wenig verlegt. Bedarfsampeln für Radfahrer und Fußgänger installiert. Die Moos- und Perchastraße ist dann ein sogenannter „signalisierter Vollknoten“ mit Rechts- und Linksabbiegestreifen. Vor dem Landratsamt werden einige Bäume gefällt, aber es wird versucht, so viele wie möglich nachzupflanzen. Gautinger Straße/Uhdestraße An dieser Ampelkreuzung zur B2 wird künftig nur noch eine Rechtsein- und -ausfahrt möglich. Die Überquerung zur Uhdestraße als auch das Linksabbiegen in Richtung München werden entfallen. Grund sei die Leistungsfähigkeit der B2, um einen Rückstau zu verhindern. Für Fußgänger und Radfahrer wird eine Querungsinsel gebaut. Die Ausfahrt aus der Uhdestraße in Richtung Weilheim fällt weg, aber dafür wird das Linksabbiegen aus der Perchastraße möglich.

Perchastraße 

zu Der erste Teil der vielen Bauphasen ist vom 23. Juli bis 12. August diesen Jahres. Dafür wird die Perchastraße geschlossen. Während dieser Phase werden aber alle Fuß- und Radwegeverbindungen aufrecht erhalten. 

Die Frage der Beleuchtung 

Nach dem Vortrag gab es viele Fragen, die beantwortet wurden. Darunter wollte Markus Mooser (WPS) noch einmal auf die Kosten zurück kommen. Und zwar ging es um die Beleuchtung der Straße. „Wie sollen diese sechs Spuren beleuchtet werden? Wird es Überkopf-Lampen geben? Und die Kosten zahlt die Stadt?“ Probst konnte ihn beruhigen und machte klar, dass die Straßenbeleuchtungen innerorts normalerweise eine kommunale Aufgabe sei. Die Art der Straßenbeleuchtung werde mit der Stadt abgestimmt. „Am Südportal gibt es kreuzungsanteilig keine Kosten für die Stadt. Die Kosten für die Rettungswege werden vom Bund bezahlt. „Die Beleuchtung im Tunnel zahlt der Bund, da der Tunnel eine Bundesstraße ist.“ Auch Christine Lipovec (BMS) möchte bezüglich der Beleuchtung in der Münchner Straße eine klare Aussage: Wenn weitere Kosten für die Stadt entstehen,solle der Stadtrat informiert werden. Zur Kenntnis nahmen 27 Stadträte den Vortrag, Prof. Picker und Mooser nicht.

Von Alma Jazbec

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