Badewiese nicht geeignet

In Zusammenarbeit mit dem Kino Breitwand veranstalten Leonard Ondraschek und Marian Gaertner aus Seefeld jährlich im Sommer ein Kino Open Air. Die vergangenen Jahre fand das Kulturevent am Seewinkel in Herrsching statt. Dieser Platz steht heuer aufgrund Umbauarbeiten leider nicht zur Verfügung, heißt es in dem Antrag. Gerne würden die Veranstalter deshalb das Kino Open Air in Steinebach auf der Wiese am Badeplatz gegenüber der Feuerwehr durchführen.

Im Zeitraum vom 7. bis 22. August soll das Kino Open Air mit Einlass ab 20 Uhr beginnen. Der Film startet mit Einbruch der Dunkelheit gegen 21.30 Uhr. Je nach Filmlänge ist spätestens um 24 Uhr Schluss. Die beanspruchte Fläche wird für ein Gerüst für Leinwand und Projektorturm sowie einer Bestuhlung benötigt, die tagsüber abgebaut wird, so das der Badebetrieb kaum eingeschränkt ist. Aufgrund der hohen Kosten ist es notwendig, das Openair mindestens zwei Wochen lang durchzuführen. Aufgrund der schlechten Parkplatzsituation wurden bereits Gespräche mit dem Besitzer einer benachbarten Wiese geführt, der diese freundlicherweise zwei Wochen lang zur Verfügung. Für die direkten Anwohner gewähren die Veranstalter bei Interesse freien Eintritt. Das Kino Openair ist seit Jahren fester Bestandteil der Kultur im Fünfseenland und wird durch die Bürger stark nachgefragt. Das sich die Anfragen aus Wörthsee nach einem Kulturevent dieser Art häufen, wendeten sich die Veranstalter mit ihrem Anliegen an die Gemeindeverwaltung. Während SPD und die Grünen ein Kino Openair in Wörthsee begrüßen, befürchten einige CSU-Räte eine zu große Lärmbelästigung. Abgesehen von zu wenig Parkplätzen, würde die Veranstaltung über zwei Wochen den Badebetrieb auf der Wiese einschränken, so Peter Flach. Deshalb findet der Bürgermeister den Platz nicht geeignet für ein Open Air Festival. Arthur Schnorfeil plädierte für das Festival im Interesse des Tourismus und der Kunstförderung. „Die Openair Tradition sollte aufrecht erhalten bleiben.“ Zwar erhöht sich der Lärmpegel in dieser Zeit, aber in vertretbarem Maße argumentiert der SPD-Gemeinderat. „Die Zeit des Lärms für die Nachbarn ist aber vorhersehbar.“ Außerdem sind die Lautsprecher sehr gut ausgedämmt. Fraktionskollegin Christel Muggenthal fand ebenfalls, dass dem Kino Openair probeweise zugestimmt werden soll. Der gleichen Meinung war auch Kulturreferentin Christine Rose-Gubelt (Bündnis 90/Die Grünen). Martin Schmötzl (CSU) wiederum sah die ganze Dorfmitte durch Lärm beschallt. Bürgermeister Peter Flach stellte andere Plätze mit weniger Raumbelästigung zur Diskussion und sah in der „Rossschwemme“ eine gute Alternative. Am Ende blieb es dabei, die CSU lehnte den Platz im Bereich Birkenweg für die Durchführung eines Kino Openair ab. Grüne und SPD stimmten geschlossen dafür. Da die Veranstaltung durchaus in Wörthsee begrüßt wird, soll Flach nun mit den Veranstaltern eine Alternative suchen.

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