Bahnhof Herrsching beschließt Eckpunkte für Planungswettbewerb

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Herrsching – Die Tiefgarage an der S-Bahnstation ist vom Tisch. Jetzt soll aber das Areal rund um Herrschings Bahnhof schöner werden.

Schließlich ist es das „Eingangstor zu Ort und See“, wie es in den Unterlagen in der Gemeinderatsitzung am Montag formuliert stand. Ein schönes Bild. Zu spüren ist von dieser Idylle aktuell wenig. Vielmehr herrscht rund um den Bahnhof bei der Ankunft und Abfahrt von Bus und Bahn ein nicht selten hektisches Kommen und Gehen, bisweilen sogar Chaos. Das soll jetzt anders werden – und die einstimmig beschlossene Auslobung des Planungswettbewerbs für diesen Bereich ist ein erster Schritt in Richtung Idylle und dem angestrebten „Ort zum Verweilen“. Professor Ludwig Schegk von „Schegk Landschaftsarchitekten BDLA Stadtplaner“ stellte Details zur Vergabe vor. Aufgeteilt in den Ideen- und den Realisierungsteil können sich die teilnehmenden Architekten im Rahmen der Vorgaben im sogenannten Magischen Viereck austoben.

Der Kienbach soll aus seinem Mauerkorsett befreit werden

Dazu gehören die Bahnhofstraße und der Bahnhofsplatz, Zum Landungssteg, die Seestraße sowie die Mühlfelder Straße. Den Wettbewerbsteilnehmern fällt die Aufgabe zu, diesen Bereich im Herzen Herrschings mit der bekanntlich längsten Seepromenade Deutschlands architektonisch zu verbinden. Verbindend ist dabei ohne Frage der in den See sprudelnde Kienbach, der teilweise aus den beschränkenden Mauern geholt und wieder freigelegt werden soll. Von vielen mit Spannung erwartet werden vermutlich die Ideen zum langersehnten öffentlichen Raum im Bahnhofsgebäude. Das ist noch Zukunftsmusik. Relativ zeitnah realisiert werden könnte die 7.500 Quadratmeter große gemeindeeigene Fläche angrenzend an die „Herrschinger Insel“ bis vor den Andechser Hof. „Die Planung ist 2018 vorgesehen und die Baumaßnahmen beginnen je nach Finanzlage 2019“, konkretisierte Bauamtsleiter Guido Finster auf Rückfrage. Die voraussichtlichen Kosten für den Wettbewerb liegen bei rund 180.000 Euro, darin enthalten sind Preisgelder von insgesamt 61.000 Euro für die drei Besten und zwei Anerkennungen. Das bestehende Verkehrskonzept mit den Fußgänger- und Radwegverbindungen sowie den Erhalt von Stellplätzen müssen die Planer in ihre Arbeiten integrieren.

Bauboom: Machen genug Architekten mit?

Darüber wacht der in allen Sitzungen anwesende Verkehrsplaner Ralf Kaulen. Die Jury setzt sich aus Architekten, Gemeinderäten aller Fraktionen sowie dem Bauamtsleiter und Bürgermeister Christian Schiller zusammen. In Zeiten des anhaltenden Baubooms sind die Architekturbüros allerdings gut ausgelastet. Zur Teilnahme motivieren soll die Fachleute ein für alle Interessierten offener Wettbewerb und eine – je nach Wettbewerbsergebnis – erhöhte Chance auf den Zuschlag für die endgültige Planung. Bezuschusst werden die förderfähigen Kosten mit 60 Prozent von der Bundesförderung. In einer Ausstellung können die Herrschinger voraussichtlich Ende Jahr die möglichen Pläne ihres verschönerten Ortskerns ansehen.mk

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