Barrierefreiheit

Senioren spürten Stolpersteine auf

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Gilching – Die Gemeinde Gilching macht nicht nur durch rege Baumaßnahmen von sich reden: Insbesondere zur Betreuung des Nachwuchses und bei der Schaffung von Gewerbegebieten und neuen Wohnsiedlungen.

Auf der Agenda steht auch, Schritt für Schritt barrierefrei zu werden. Unter anderem werden derzeit zwei sichere Übergänge mit Lichtanlagen und Boden-Indikatoren für blinde und sehbehinderte Menschen geschaffen. Eine barrierefreie Gemeinde ist seit Jahren Ziel der Verwaltung. Nachdem nun die Deutsche Bahn zugesichert hat, bis spätestens 2018 den Bahnhof barrierefrei auszubauen, sei man diesem Ziel ein Stückchen näher gekommen, sagt Bauamtsleiter Max Huber. Auch wenn die Gemeinde Gilching als eine der kinderreichsten in Oberbayern gilt und der Zuzug junger Familien ungebrochen ist, es gibt auch rund 4.000 Senioren über 60 Jahre, beziehungsweise auch junge seh- und körperbehinderte Menschen. Erstmals kommen nun am Starnberger Weg wie auch an der Karolinger Straße sichere Querungen Lichtanlagen und Bodenindikatoren als taktiles Leitsystem zum Einsatz. Die Bauarbeiten sind bereits voll im Gange. „Dieses System ermöglicht es insbesondere blinden und stark sehbehinderten Menschen, sich mit Hilfe eines Pendel- beziehungsweise Blindenstocks selbstständig sowohl im Straßenverkehr wie auch in öffentlichen Gebäuden, die damit ausgestattet sind, zu bewegen“, betont Huber. Sobald es an die Bebauung der Gilchinger Glatze geht, ist so ein Übergang auch am Starnberger Weg auf Höhe der Sonnenstraße vorgesehen. Das neue Rathaus selbst sowie das nahe Umfeld werden ohnehin mit einem taktilen Leitsystem ausgestattet, sagt Huber. Mit den Bauarbeiten der Außenanlage rund um das Rathaus werde bereits im Oktober begonnen. Langfristiges Ziel sei, auch entlang der Römerstraße weitgehend für barrierefreie Übergänge zu sorgen. „Dazu muss aber erst die Westumfahrung in Betrieb gehen, erst dann können wir uns an den Umbau der Durchgangsstraße machen.“ Berücksichtigt würden dann auch Anregungen des Seniorenbeirats. Wie berichtet, lud er im Mai betroffene Bürger, die auf Rollator und Rollstuhl angewiesen sind, zu einer Ortsbegehung ein. Aufgespürt werden sollten Hürden und Stolpersteine für mobil eingeschränkte Menschen. Eine Zusammenstellung der Schwachstellen, wie unter anderem zu hohe Bordsteinkanten und das Fehlen öffentlicher Toiletten, inklusive Verbesserungsvorschläge wird im Herbst an Bürgermeister Manfred Walter übergeben. pop

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