Bauamt Weilheim hat letztes Wort

Starnberg will an der Maxhof-Kreuzung am liebsten einen Kreisel. Foto: Jaksch

Wenn es nach der Mehrheit der Starnberger Stadträte geht, wird der Verkehr an der Maxhof-Kreuzung südlich der Kreisstadt künftig mit einem Kreisel geregelt. Mit 15:11 Stimmen votierten sie in ihrer jüngsten Sitzung für eine Kreisellösung mit Bypass zwischen Staatsstraße 2563 und dem Süd-Arm der B2.

Ob dieser Wunsch erfüllt wird, bleibt allerdings ab zu warten. Erstens liegt die kreuzungsfreie Verbindung auf Pöckinger Flur – und zweitens hat das Staatliche Bauamt Weilheim das letzte Wort. Die Straßenbaubehörde befürwortet weiterhin eine „Trompete“ – eine Straßenanbindung mit Hilfe einer Unterführung. Dass der Umbau generell dringend erforderlich ist, steht außer Frage. Nach der Öffnung der geplanten Westtangente Starnberg werden erhebliche Verkehrsmengen auf den Knotenpunkt zufließen. Außerdem ist die Verbesserung der Leistungsfähigkeit an der Maxhof-Kreuzung unbedingte Voraussetzung für die geplante Abstufung der Söckinger Straße zwischen der Einmündung Staatsstraße 2563/2070 bis zur Einmündung der St2070 in die B2. „Kreisel oder Trompete“ hieß denn auch die alles entscheidende Frage, der sich die Stadträte stellen mussten. Entscheidungshilfe erhofften sich die Kommunalpolitiker eigentlich von der Beurteilung zweier Verkehrsexperten. Doch auch Professor Harald Kurzak und August Janello waren unterschiedlicher Auffassung. Während letzterer in einem zweispurigen Kreisel mit rund 70 Metern Durchmesser die leistungsfähigste Lösung sah, plädierte Kurzak für die „Trompete“ – auch wegen geringerer Unfallgefahren. Allerdings ist diese Lösung teurer: Mit rund drei Millionen Euro kostet die „Trompete“ rund zwei Millionen Euro mehr als ein Kreisel (Umbaukosten trägt der Bund). Bereits im Vorfeld hatten sich alle Fraktionen außer der UWG für einen Kreisel ausgesprochen. Auch in der Stadtratssitzung votierte die Mehrheit für diese Variante. Damit unterstützt die Stadt Starnberg die Forderungen der Gemeinde Pöcking, die sich für einen Ausbau des Knotenpunktes als Kreisverkehrslösung mit einer zweispurigen Anlage des Kreisverkehrs ausspricht. Außerdem appelliert die Stadt Starnberg bei der Planung einen Bypass zwischen St 2563 und dem Südarm der B2 zu berücksichtigen, wie ihn CSU und WPS ins Spiel gebracht hatten.

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