Mit "Bauernschläue" an die Macht

Feierten 50 Jahre PWG: (v.l.) Bürgermeister Rainer Schnitzler, Ulrike Czasch, Klaus Eppinger, Albert Luppart, Konrad Krabler und Albrecht Heidinger. Foto: Jaksch

Ein halbes Jahrhundert ist die Gemeinde Pöcking fest in der Hand der PWG: Seit ihrer Gründung vor 50 Jahren stellt die Parteilose Wählergruppe nämlich auch den Bürgermeister der Kommune. In der vergangenen Woche feierte die PWG gemeinsam mit Weggefährten und auch politischen Gegnern ihren runden Geburtstag.

In seiner Festrede erinnerte PWG-Vorsitzender Albert Luppart an die Politikerpersönlichkeiten innerhalb der Gruppierung. So würden sich die Gründungsväter durch „ein wenig Bauernschläue gepaart mit Durchsetzungskraft“ auszeichnen, darunter Josef Grenzebach. Dieser war 22 Jahre an der Spitze der Kommune gestanden. Einer seiner größten Verdienste sei der Bau der Lindenbergsiedlung gewesen, so Luppart. Dank der rund 1.000 Neubürger konnte die Gemeinde Pöcking bei der Gebietsreform eigenständig bleiben. Nach Grenzebachs Tod suchte die PWG einen geeigneten Nachfolger – und fand ihn in Johann Gilch. Der stellvertretende Bürgermeister hatte sich von der CSU abgewandt und war zur PWG gekommen. Bei der Wahl 1984 musste sich die PWG abermals auf die Suche nach einem Bürgermeisterkandidaten machen. Dieses Mal fiel die Wahl auf Konrad Krabler, der die Gemeinde in den folgenden 18 Jahren seiner Amtszeit entscheidend mitprägte. So senkte er den Hebesatz für Gewerbesteuer und führte die Ansiedelung der Leasing-Gesellschaft LHI herbei. Das Unternehmen stärkte die Finanzkraft der Gemeinde nachhaltig. Im Laufe der Jahre stieg Pöcking zur reichsten Kommune im Landkreis Starnberg auf und gehört heute zu einer der reichsten Gemeinden in ganz Bayern. Während die Rücklagen 1960 nur 117.367 Euro betrugen, sind es nun rund 73,5 Millionen Euro. So wie sich die Rücklagen von Pöcking ständig vermehrten, so kontinuierlich stieg auch die Zahl der PWG-Gemeinderäte. Heute hat die PWG die absolute Mehrheit. Seit 2002 steht nun Rainer Schnitzler an der Spitze der Kommune. Wie seine Amtsvorgänger setzt auch Schnitzler auf die gute Zusammenarbeit mit alle Parteien.

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