Natur und Umwelt

Baumfällarbeiten in Weßling sorgen für Aufregung

Weßling
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Baumfällarbeiten sorgten in Weßling unlängst für Diskussionen.

Weßling - Vergangene Woche liefen im Rathaus die Telefone heiß, erzählt Michael Sturm. Auslöser waren die Baumfällarbeiten auf einem Privatgrundstück an der Ettenhofener Straße. Dabei handele es sich um Wegesicherungsarbeiten, betont Weßlings Bürgermeister auf Nachfrage des Kreisboten Starnberg. 

Sturm schwang sich irgendwann auf sein Fahrrad, um in Oberpfaffenhofen nach dem Rechten zu sehen. Dort traf er den Eigentümer des Grundstücks an, auf dem die Motorsäge kreischte. „Er versicherte mir, dass er auf keinen Fall bauen möchte“, so Sturm. Denn diese Sorge trieb einige Anrufer um. „Die Bäume hat er mit Rücksprache vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gefällt“, zitiert Sturm den Eigentümer des Areals. Anlass der Fällungen sei unter anderem das Eschensterben, das auch vor Weßlings Gehölz nicht Halt macht. Der für Weßling verantwortliche Förster Harald Appelt bestätigt auf Nachfrage: „Grundsätzlich ist jeder Eigentümer dafür verantwortlich, dass von seinen Bäumen keine Gefahr für Dritte ausgeht.“ Wenn öffentliche Straßen oder Häuser in der Nähe stehen, dann sollte der Eigentümer die Bäume regelmäßig kontrollieren. „Das ist eine Haftungsfrage.“ Eine Regel, die übrigens Waldbesitzer nicht betrifft.

Für das Eschentriebsterben sei ein Pilz verantwortlich, der „in die Wurzel der Esche eindringen und diese schwächen kann“, erklärt Appelt. Das wiederum könnte die Standfestigkeit beeinträchtigen. Betroffen von der Krankheit seien mittlerweile die allermeisten Eschen – und deshalb würden bis auf weiteres keine Eschen mehr nachgepflanzt. „Der Besitzer muss eigenständig entscheiden, ob er fällt oder nicht.“ Und ja, dieser müsse wiederaufforsten. „Entweder er pflanzt nach oder er setzt auf die natürliche Verjüngung.“ Sehr oft wachse bereits die nächste Generation an Bäumen heran. Oder die Pflanzung findet über herabfallende oder herbeigewehte Samen statt. „Das Gesetz sieht vor, dass der Wald nicht weniger werden darf, und der Eigentümer ist verpflichtet, innerhalb von fünf Jahren wiederaufzuforsten. „Selbstverständlich kontrollieren wir vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, ob wiederaufgeforstet wird“, beantwortet Appelt die entsprechende Nachfrage.

Michèle Kirner

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