Corona-Schock und Reisebeschränkungen erschweren Auslandsgeschäfte

Bayerische Exporte brechen ein - Wirtschaft in Alarmbereitschaft

Export
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Die bayerische Exportwirtschaft leidet unter der anhaltenden Corona-Pandemie (Symbolbild).

Region - Die bayerische Exportwirtschaft hat ihre Geschäftsaussichten für das laufende Jahr deutlich reduziert, so eine aktuelle Umfrage des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK). „Unsere Betriebe machen sich im Zuge der anhaltenden Corona-Krise große Sorgen um die weltweiten Absatzchancen, aber auch um ihre Lieferketten“, sagt BIHK-Präsident Eberhard Sasse.

„Der Export ist das wichtigste Standbein der bayerischen Industrie – unsere Betriebe erwirtschaften mehr als jeden zweiten Euro im Ausland“, betont der BIHK-Präsident. „Umso wichtiger sind positive Signale, wie aktuell die gegenseitigen Aussetzungen der Strafzölle im Handelsverhältnis mit den USA, dem wichtigsten bayerischen Exportmarkt“, so Sasse weiter. Deutlich weniger der befragten Unternehmen als im Vorjahr berichten in der jährlichen Umfrage von guten Auslandsgeschäften. Der entsprechende Saldowert sank von 33 auf 6 Punkte. Auch bei ihren Erwartungen sind die Unternehmen verhalten – ein Saldenwert von 2 Punkten bedeutet, dass der Anteil der Betriebe, die mit weniger Auslandsumsätzen rechnen, fast genauso groß ist, wie der Anteil der Betriebe, die von Zuwächsen ausgehen.

Weltweit stechen nur China, die EU und Nordamerika als Regionen heraus, in denen die Geschäfte aktuell gut laufen oder die Erwartungen überwiegend positiv ausfallen. Besonders negativ werden die Aussichten für Großbritannien, die Türkei, Mittel- und Südamerika sowie Afrika beurteilt. Mehr als die Hälfte der Unternehmen beklagt zunehmende Handelshemmnisse. Dazu gehören verstärkte Sicherheits- und Zertifizierungsanforderungen, aber auch Einschränkungen bei der Dienstleistungsfreiheit im EU-Binnenmarkt. 78 Prozent der Unternehmen geben an, dass Reiseeinschränkungen und Absagen von Messen (70 Prozent) ihre Auslandsgeschäfte behindern. Fast jedes zweite Unternehmen (40 Prozent) berichtet von Problemen mit seinen Lieferketten.

An der Umfrage „Going International“ hatten sich rund 450 bayerische Unternehmen aus der Exportwirtschaft beteiligt, darunter Maschinenbau, chemische Industrie, Großhandel und Dienstleister.

Kreisbote

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