Verbote werden großteilig aufgehoben

Bayerische Regierung gibt Drängen der Fußballer auf Zuschauer-Lockerungen nach

Markus Söder
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Markus Söder muss sich dem Druck der bayerischen Fußballer beugen.

Landkreis - Das Drängen der bayerischen Fußballer auf weiter Lockerungen in der Zuschauer-Frage wurde erhört. Ab 1. Juli sind insgesamt 1500 Besucher auf den Fußballplätzen möglich, 200 davon dürfen auf Stehplätzen untergebracht werden. Das beschloss die Bayerische Staatsregierung am Dienstag. 

Der Bayerischen Fußball-Verband (BFV) hatte davor vehement die Aufhebung des Stehplatz-Verbots auf bayerischen Amateur-Fußballplätzen gefordert. Nachdem zuvor 100 Stehplätze erlaubt waren, können die Vereine nun doppelt so viele Zuschauer ohne Sitzgelegenheit in die Stadien lassen. Sitzplätze müssen aber weiter fest zugewiesen werden. „Es geht voran, der beharrliche Einsatz hat sich gelohnt, wenngleich wir noch weit von dem entfernt sind, was beispielsweise in unserem Nachbarbundesland Baden-Württemberg möglich ist, wo es erst gar keine Unterscheidung zwischen Steh- und Sitzplätzen gibt“, erklärte dazu BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher, der im Präsidium für den Spielbetrieb in Bayern zuständig ist. „Klar ist aber auch, dass die Richtung stimmt – vor allem mit Hinblick auf den Saisonstart in der bayerischen Amateur-Ligen, der flächendeckend in ein paar Wochen beginnt. Die jetzt getroffene Entscheidung erleichtert Vieles gerade im Hinblick zur Abwicklung der Test- und Vorbereitungsspiele. Dafür möchten wir uns ausdrücklich bedanken. Wir sind vorsichtig optimistisch und werden weiter am Ball bleiben, dass es bis dahin weitere Lockerungen gibt, sollten die Sieben-Tages-Inzidenzen weiterhin auf dem aktuell niedrigen Niveau liegen“, ergänzte Faltenbacher. Vorausgegangen waren in den vergangenen Wochen zahlreiche Gespräche der BFV-Spitze mit Ministerpräsident Markus Söder, dem für den Sport zuständigen Innenminister Joachim Herrmann sowie Gesundheitsminister Klaus Holetschek. Mit den jetzt verabschiedeten Maßnahmen geht verpflichtend einher, dass eine Mund-Nasen-Bedeckung bis zur Einnahme des Platzes getragen werden muss. Abstands- und Hygieneregeln sind einzuhalten. Die Kontaktdatenerfassung aller Besucher müsse gewährleistet sein, wie Ministerpräsident Söder nach der Sitzung des Ministerrates betonte.

Roland Halmel

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