Übliche Quali-Runde gestrichen

Bayerischer Handballverband reagiert auf Hallensporteinschränkungen - Jugendspielausschuss arbeitet an Lösungsmöglichkeiten

Handball
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Die letzte Handball-Quali fand 2019 statt, da auch schon im Vorjahr die Quali 2020 ausfiel.

Landkreis - Kontaktsport im Freien ist inzwischen zum Teil wieder möglich. In der Halle ist daran aber weiterhin nicht zu denken. Aus diesem Grund sah sich der Bayerische Handballverband (BHV) in Sachen Jugendqualifikation, die normal zwischen April und Juli stattfindet, zum Handeln gezwungen. In einem Schreiben an die Vereine teilte der BHV mit, dass die übliche Quali-Runde gestrichen ist. „Nach dem Abbruch der Saison 2020/2021 lag die große Hoffnung auf der Qualifikation für die Saison 2021/2022. Leider lässt die aktuelle Pandemielage auch in diesem Jahr keine Qualifikationsspiele, wie in der Vergangenheit gewohnt, zu“, teilte der BHV mit.

Der Jugendspielausschuss (JSPA) arbeitet jetzt im Hintergrund an verschiedenen Lösungs-Szenarien, die aber auch davon abhängen, wie sich die Pandemie entwickelt und was die Politik entscheidet. „Bisher gibt es kein Signal, bis wann Kontaktsport in der Halle wieder erlaubt sein könnte“, erklärte der Verband, der in Zeitnot gerät, weil man den Teams, die seit Monaten nicht mehr im Training waren, einen gewissen Trainingsvorlauf einräumen will, bevor es zu Qualifikationsspielen kommen kann. Aus diesem Grund hat sich der Jugendspielausschluss, „schweren Herzens entschlossen für die unteren Spielklassen der Übergreifenden Bezirksoberliga (ÜBOL) und Übergreifenden Bezirksliga (ÜBL) keine Qualifikation auszutragen“, informierte der BHV. Stattdessen sollen sich die Nachwuchsmannschaften auf Rasen-, Beach- und Hartplätzen fit halten und Handball im Freien spielen. „Wie es für die anderen Spielklassen aussieht, können wir zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht sagen, da es einfach noch zu viele Unwägbarkeiten gibt“, ist der Verband bei der Quali zur Bayern- und Landesliga noch ratlos. Das Meldeportal dafür wird deshalb auch noch nicht geöffnet. Das hat zur Folge, dass auch die Spielmodi für die Saison 2021/2022 neu beschlossen werden müssen, weil diese in allen Spielklassen vom Meldeergebnis abhängig sind. Die einzige Ausnahme davon sind die Qualifikationsspiele des DHBs zur A-Jugendbundesliga. „Dabei wird der BHV natürlich die Vorgaben des Freistaats Bayern im Wettkampfspielbetrieb des Amateursports weiterhin gewissenhaft umsetzen und konservativ auslegen“, erklärte der Handballverband, der zudem aufgrund zahlreicher Nachfragen aus den Vereinen eine Klarstellung zum Übergang vom Nachwuchs- in den Seniorenbereich veröffentlichte. Aufgrund einer Entscheidung des DHB-Bundesrats werden Spieler des Jahrgang 2002 in der kommenden Saison „wie gewohnt“, so der BHV, in den Seniorenbereich wechseln.

Roland Halmel

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