Bedarf zu 53 Prozent abgedeckt

Bei der Eröffnung der zweisprachigen Kinderkrippe zu Gast: Kraillings erste Bürgermeisterin Christine Borst (r.) und Elsa Schober (2.v.l). Foto: Kuhn

Vergangene Woche wurde die neue zweisprachige Kinderkrippe „Sunrise International Nursery“ in Krailling vorgestellt. Auf dem Gelände des Waldsanatoriums hat die international ausgerichtete Einrichtung ihre neuen Räumlichkeiten bezogen. Seit September werden in zwei Gruppen zwölf Mädchen und Buben im Alter von einem bis zweiundhalb Jahren von vier Fachkräften betreut. Zwei von ihnen kommen aus Neuseeland und England.

In der Kinderkrippe können bis zu 16 Kleinkinder betreut werden. „Im Moment sind nicht alle Plätze belegt“, so Elsa Schober von ABC-Sunrise, „aber es gibt bereits eine Warteliste für das kommende Jahr“. Im November kommen zwei neue Kinder in die Krippe und im Februar und März jeweils ein weiteres Kind. Von 7.30 bis 17 Uhr ist die deutsch-englischsprachige Einrichtung geöffnet. „Am Freitag schließen wir um 16 Uhr zu“, informierte Schober. Die Mindestbuchzeit liegt bei 20 Stunden. Dabei können die Eltern wählen, ob ihre Sprösslinge den ganzen Tag betreut werden sollen oder vormittags beziehungsweise nachmittags. Derzeit besuchen sechs Kinder ganztags die Einrichtung mit einer hauseigenen Küche, in der täglich ein Koch frisches Essen zubereitet. Die Räume im 140 Qudratmeter großen Erdgeschoß des gemeindeeigenen Gebäudes wurden von April bis August entsprechend umgebaut. 150.000 Euro habe die Gemeinde Krailling in den Umbau investiert, sagte Bürgermeisterin Christine Borst. Da 70 Prozent der Baukosten durch Förderungsgelder abgedeckt sind, wurde die Gemeindekasse mit 45.000 Euro belastet. Erst vor zwei Jahren hat die Gemeinde das Haus für 800.000 Euro gekauft, das zuvor zum Besitz des Ordens der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul gehörte. Mit der Eröffnung dieser Kinderkrippe bietet Krailling für Familien insgesamt 70 Krippenplätze an. „Damit decken wir bereits 53 Prozent ab“, betonte Borst. Im Hinblick auf die Regelung, dass ab 2013 35 Prozent der Kleinkinder über einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz verfügen, „sind wir in Krailling gut versorgt“, freute sich die Rathauschefin. Für die Mitarbeiter der Kraillinger Innovationsmeile (KIM) ist die Kinderkrippe von großem Vorteil. Da es in der KIM vor Ort keine betriebseigene Betreuungseinrichtung gibt, hat die Gemeinde eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen. Für die Mitarbeiter der KIM sind drei Plätze fest gebucht. Einen davon teilt sich Ronja aus München mit einem anderen Kind, deren Eltern gleichfalls bei der KIM arbeiten. Für die Eltern der einundhalbjährigen Ronja sei es eine große Entlastung, einen Krippenplatz in der Nähe des Arbeitsplatzes zu haben.

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