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Bei Olympia will Kira Weidle vom Skiclub Starnberg alles geben

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Von: Petra Straub

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Bislang läuft es bestens für Ski-Ass Kira Weidle vom Skiclub Starnberg. Jetzt hofft sie auf ihren ersten Weltcup-Sieg und eine Medaille bei Olympia in Peking.
Bislang läuft es bestens für Ski-Ass Kira Weidle vom Skiclub Starnberg. Jetzt hofft sie auf ihren ersten Weltcup-Sieg und eine Medaille bei Olympia in Peking. © Rossignol

Starnberg – „Es war ein traumhaftes Wochenende und ich bin sehr glücklich über das Ergebnis wie ich Ski gefahren bin.“ Das Ski-Ass Kira Weidle vom Skiclub Starnberg lag beim Weltcuprennen in Zauchensee nur eine Zehntelsekunde hinter der Siegerin Lara Gut-Behrami aus der Schweiz und peilt nun eine Medaille bei den Olympischen Winterspielen in Peking an. Dem Kreisboten Starnberg hat sie im Interview verraten, was sie sich von dem Wettbewerb in China erhofft und welche Rolle für sie die Heimat am Starnberger See spielt.

Mit Platz 2 konnte Kira Weidle in Zauchensee in der Abfahrt ihr bislang bestes Weltcup-Ergebnis einfahren. „Das macht mich sehr stolz“, sagt sie. Schließlich habe sie das umsetzen können, was sie sich vorgenommen hatte. „Das gibt mir eine Menge Selbstvertrauen.“ Auch über ihr Ergebnis im Super G ist sie zufrieden: „Es war eine solide Fahrt und ich merke, dass ich dort Fortschritte mache. Jetzt geht es nach Cortina d’Ampezzo, mit der Strecke dort verbinde ich natürlich großartige Erinnerungen an meine Silbermedaille bei der Ski-WM letztes Jahr“. Natürlich möchte die Sportlerin dort an ihre guten Leistungen vom Wochenende anknüpfen und in diesem Jahr ihren ersten Weltcup-Sieg einfahren. „Seit ich Skirennen fahre ist mein großer Traum ein Weltcup-Rennen zu gewinnen und ganz oben auf dem Podium zu stehen.“

Beim Training Olympiastrecke simulieren

Doch das ist nicht das einzige Ziel der Sportlerin. „Jetzt steht Olympia vor der Tür, eine Medaille dort zu gewinnen ist natürlich der Traum eines jeden Sportlers und ich freue mich sehr drauf, dort mein Land zu vertreten“, sagt sie dem Kreisboten. Im Vorfeld nicht auf der Rennstrecke trainieren zu können sei diesmal zwar „nicht optimal“, „trotzdem versuchen wir im Training verschiedene Streckenteile der Olympiastrecke zu simulieren“. Natürlich sei das nicht das Gleiche wie auf der richtigen Strecke zu trainieren. Aber nichtsdestotrotz will Kira Weidle vor dem Abflug nach China weiter an ihrer Technik arbeiten, um für die anspruchsvollen Passagen bestens vorbereitet zu sein.

Der Starnberger See ist einer der Lieblingsorte von Kira Weidle. Dort bringt sie Körper und Geist in Einklang.Foto: privat
Der Starnberger See ist einer der Lieblingsorte von Kira Weidle. Dort bringt sie Körper und Geist in Einklang. © privat

Daumen drücken heißt es im Super G bereits am 11. Februar und in der Abfahrt am 15. Februar. „Aufgrund der Zeitverschiebung müssen die Fans leider sehr früh aufstehen“, sagt die Sportlerin des Skiclubs Starnberg. Denn die entsprechenden olympischen Wettbewerbe werden nachts im Fernsehen übertragen. Doch Kira Weidle will ihre Unterstützer für das nächtliche Mitfiebern entschädigen. „Ich gebe mein Bestes, dass ich die Fans mit guten Leistungen belohnen kann.“

Wegen Corona müssen die Sportler auf vieles verzichten

Doch vorher wird noch hart trainiert. Wie sehr die Pandemie die Vorbereitungen auf die einzelnen Wettbewerbe beeinflusst und den Trainingsablauf verändert, erklärt Kira Weidle dem Kreisboten. „Corona beeinträchtigt viele Teile unserer Arbeit und unseren Sport. Wir müssen auf vieles verzichten, sind aber sehr froh, dass es überall großartige Konzepte gibt, die uns unseren Sport ausüben lassen.“

„Am meisten fehlen mir die Fans“

So haben die an den olympischen Winterspielen teilnehmenden Sportler zwar keinen Einfluss auf die Test- und Quarantänebestimmungen, „aber wir halten uns natürlich sorgfältig dran“, sagt sie. „Am meisten fehlen mir die Fans. Jedes Rennen die Unterstützung der Fans zu spüren ist ein sehr schönes Gefühl und ich hoffe, dass wir uns alle bald wieder normal an der Strecke sehen können.“

Skifahrerin Kira Weidle will den Weltcup gewinnen.
Skifahrerin Kira Weidle will den Weltcup gewinnen. © Rossignol (Archiv)

Angesprochen auf die politische Situation in China, bezieht die Sportlerin Stellung. „Ich kann viele Werte und Ansichten, die in China gelebt werden, nicht vertreten und gutheißen. Das ist natürlich ein komisches Gefühl in ein Land zu reisen, wo Menschenrechte nicht immer eingehalten werden.“ Doch vor Ort will sich die 25-Jährige voll und ganz auf ihren Sport konzentrieren. „Ich werde alles andere ausblenden, um voll fokussiert zu sein. Wir werden geschlossen als ,Team Deutschland‘ auftreten und unser Land stolz repräsentieren.“

Auf ihre beiden Rennen bei Olympia freut sich Kira Weidle am meisten

In Peking wohnt Kira Weidle im olympischen Dorf. „Wir leben aufgrund Corona in einer Bubble, um keine Infektionen zu provozieren“, erklärt sie. Mit ihr reist das Trainer- und Betreuerteam nach China, alle werden sich bestmöglich auf die Rennen vorbereiten, garantiert sie. „Natürlich freue ich mich auf meine beiden Rennen am meisten. Es macht mich sehr stolz dort mein Land zu vertreten. Zudem versuche ich die Zeit einfach zu genießen und möglichst viel vom olympischen Geist aufzuschnappen.“ Zudem freut sich Kira Weidle auf viele Erfahrungen, die sie beim weltgrößten Sportereignis sammeln kann.

Nach anstrengenden Rennen an den Starnberger See

Angesprochen auf den Skiclub und ihre Heimat Starnberg ist Dankbarkeit von Kira Weidle zu hören. Der Verein ist ihre „skifahrerische Heimat“. „Ich bin dem Skiclub sehr dankbar für die Möglichkeiten, die er mir über viele Jahre gegeben hat, um meinen Traum zu verfolgen bei Weltcup-Rennen an den Start gehen zu können. Der Starnberger See ist „einer meiner Lieblingsorte, um nach anstrengenden Rennen oder Reisen runterzukommen und Körper und Geist wieder in Einklang zu bringen“, sagt die Sportlerin.

„Ich liebe die Geschwindigkeit und das Adrenalin“

Auf die Frage, ob sie schon immer Skirennläuferin werden wollte, erinnert sie an junge Jahre, in denen sie mit ihrem Vater beim Skifahren war. „Ich wusste, dass das der Sport ist, den ich später einmal professionell ausüben möchte. Ich liebe die Geschwindigkeit und das Adrenalin während der Rennen und bin sehr dankbar und stolz, wie weit ich es schon geschafft habe. Ich habe aber noch einige Ziele und setzte alles daran diese in Zukunft zu erreichen.                      

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