Arbeit 4.0, Brexit und bezahlbarer Wohnraum

Beim IHK-Frühjahrsempfang in Starnberg gibt es viele heitere Gesichter – und genauso viele ernste Themen

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Wie geht künstliche Intelliganz und Arbeit 4.0? Antworten lieferte beim IHK-Frühjahrsempfang der Unternehmer und Wissenschaftler Professor Marco Gehrke (Mitte). Die beiden IHK-Vorsitzenden Ingo Schwarz (l.) und Martin Eickelschulte freuten sich auf den Gastredner.

Starnberg – Die Themen wiederholen sich, stellte Martin Eickelschulte, der Vorsitzende des IHK-Regionalaisschusses Starnberg, beim Frühjahrsempfang in der Schlossberghalle fest. Weil leider zu wenig passiert, müsse er immer wieder so wichtige Standortfaktoren wie Carsharing, schnelles Internet oder bezahlbaren Wohnraum monieren, so der IHK-Chef vor rund 200 Unternehmer. Einen Lichtstreif am Horizont bei Betriebswohnungen sieht die Landtagsabgeordnete Ute Eiling-Hüttig.

Ein gut gelaunter Martin Eickelschulte begrüßte seine Gäste beim IHK-Frühjahrsempfang, unter ihnen die beiden Landtags- abgeordneten Ute Eiling-Hüttig (CSU) und Anne Franke (Grüne), die beiden stellvertretenden Landräte Georg Scheitz und Tim Weidner, Starnbergs Bürgermeisterin Eva John, zahlreiche Kreis-, Stadt- und Gemeinderäte sowie Michael Padberg von der Unternehmervereinigung im Landkreis, die gwt-Vertreter Annette von Nordeck, Daniela Tewes und Christoph Winkelkötter und seinen IHK-Kollegen Ingo Schwarz. Letzterer ist für die „großen weltpolitischen Themen“ außerhalb des Fünfseenlandes zuständig und hat sich in Berlin und Brüssel um die Belange der Starnberger Unternehmerschaft eingesetzt. Für die gute Laune beim Gastgeber sorgte einmal mehr die Big Band des Starnberger Gymnasiums, die den Abend in der Schlossberghalle gewohnt gekonnt musikalisch begleitete. Aber auch die große Gästeschar freute den IHK-Chef. Von Ute Eiling-Hüttig erfuhr die Runde mit welchen Initiativen die neue bayerische Staatsregierung aus CSU und Freien Wählern für mehr bezahlbaren Wohnraum für Mitarbeiter sorgen will. Ein Betriebswohnungsmodell könnte etwa durch steuerliche Anreize entstehen. Freilich habe man deshalb noch keinen Baugrund. Auch der Debatte um Dieselfahrverbote und Stickoxiden widmete sich die Abgeordnete. „Nur ein Mix von Maßnahmen wird langfristig helfen können“, warnte sie vor der einen einfachen Lösung. Die Sorge der Unternehmen gerade im ländlichen Bereich, die in ihre Fahrzeugflotten investieren müssen, sei bei der Politik angekommen.

IHK rechnet mit hartem Brexit

Mit einem harten Brexit rechnet indes der Vize-Vorsitzende Ingo Schwarz, schilderte er seinen Gespräche in Brüssel und Berlin. „Wir müssen darauf vorbereitet sein, es werden auch einige unter uns davon betroffen sein.“ Sein Appell: Europa und vor allem die anstehende Europawahl ernst nehmen. „Ich warne vor den Europafeinden.“ Neues hatte er auch von der Datenschutzgrundverordnung im Gepäck. Hierbei habe er Signale vernommen, dass Brüssel zurückrudern und nachbessern wolle. UWS-Vorstand Michael Padberg hat für die Unternehmerschaft im Landkreis eine Reihe hochkarätig besetzte Informations- und Diskussionsabende organisiert. Unter anderem stehen Besuche bei Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und bei dessen bayerischem Kollegen Hubert Aiwanger auf dem Programm.

po

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