Belastung für die Haushaltskasse

Trotz leerer Kassen sind beim Zeckverband weiterführender Schulen im westlichen Landkreis hohe Investition für Sanierung und Erweiterung vorgesehen. Unter anderem sind für die Realschule in Herrsching rund 15 Millionen Bau-Kosten eingeplant.  

  Wie berichtet, wird seit Jahren die Sanierung der Staatlichen Realschule in Herrsching gefordert. In der jüngsten Bauausschusssitzung demonstrierte Bürgermeister Christian Schiller den desolaten Zustand. „Es gibt Klassen, bei denen man mit der bloßen Hand durch den Fensterstock greifen kann“, sagte er. Träger ist der Zweckverband weiterführende Schulen im westlichen Landkreis. Im Herbst wurden nun die General-Sanierung und eine Erweiterung der Schule beschlossen. Gleichwohl die Kosten ein tiefes Loch in die ohnedies schon leere Haushaltskasse reißt. Für die Sanierung sind 8,4 Millionen Euro, für die Erweiterung sieben Millionen Euro veranschlagt. Da zusätzlich auch das zum Zweckverband gehörende Christoph-Probst-Gymnasium in Gilching generalsaniert wird, fallen für die Mitgliedsgemeinden weitere Kosten in Höhe von 13,5 Millionen Euro an. Macht insgesamt rund 29 Millionen Euro. Nach Abzug sämtlicher Zuschüsse bleibt dem Zweckverband eine Eigenbeteiligung von insgesamt 8,4 Millionen Euro. Bei einer Einwohnerzahl von 51465 betroffenen Bürgern ergibt dies eine Pro-Kopf-Belastung von 163 Euro. Dennoch besteht bei den Verbandsräten kein Zweifel an der Notwendigkeit der diversen Maßnahmen. Immerhin besteht das Herrschinger Gebäude seit 38 Jahren, ohne das größere Sanierungen am Altbestand stattgefunden haben. Lediglich im Jahr 1980 entstand ein Anbau und zum Schuljahr 1999/2000 ein neue Doppelsporthalle. Gestartet wurde mit dem Unterricht der Staatlichen Realschule bereits im Jahr 1968. Zunächst waren es 66 Schüler, die in den Räumen der örtlichen Volksschule Platz fanden. Als im Jahr 1972 das neue Gebäude bezogen wurde, waren es bereits 440 Schüler. Heute sind es 426 männliche und 374 weibliche Schüler. Allerdings wurde die erste private Realschule in Herrsching von einem Professor Kölzer bereits 1949 gegründet und 1950 staatlich anerkannt. „Diese Schulart schließt an die 6. Klasse der Volksschule an und hat als einzige Fremdsprache Englisch“, heißt es in einem Info-Blatt. Rund 100 Schüler wurden seinerzeit in den Räumen der ehemaligen Keramischen Werkstätten unterrichtet. Der Münchner Merkur  schrieb am 27. Februar 1953 anlässlich des 70. Geburtstags des Schulgründers: „Dem Jubilar, der seine Schule trotz aller Sorgen und Nöte durch die schweren Anfangsjahre geführt hat, wird von allen Seiten gratuliert mit dem Wunsche, dass er noch recht viele Jahre seiner privaten Realschule vorstehen kann. Glückauf hierzu!“

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