Bergs Haushalt 2010 steht auf soliden Füßen / Investitionen möglich

Der Haushalt sieht nicht so düster aus, wie Bergs Bürgermeister Ruper Monn nach eigenen Worten befürchtet hatte. Nachdem gekürzt worden sei, was zu kürzen war, stehe der Haushalt 2010 auf soliden Füßen. Ab 2011 werde die Gemeinde schuldenfrei sein, dieses Jahr seien noch 300.000 Euro abzuzahlen. Über andere Kosten machte sich der Bürgermeister Gedanken. „Ich bin echt besorgt über die Belastungen auf dem Sozialsektor wie Hartz IV, die Kinderbetreuung und den wahnwitzigen Verwaltungsaufwand durch neue Verordnungen.“ Dies seien für alle Kommunen auf Dauer nicht mehr kalkulierbare Kosten.

Das Haushaltsjahr 2010 wird mit einem Minus von 300.000 Euro abschließen, da die Aufwendungen die Erträge übersteigen. Noch schafft die Gemeinde aber ihre Vorhaben aus eigener Kraft zu bestreiten. Der Kassenbestand zu Jahresanfang betrug 6,6 Millionen Euro. Wenn alle Investitionen laut Plan getätigt sind, werden davon am Jahresende noch 800.000 Euro übrig sein. Das meiste Geld fließt in folgende Projekte: Umbau Feuerwehrhaus Allmannshausen mit 310.000 Euro, neuer Bauhof-LKW für 50.000 Euro, Rest der Zuschüsse für die Sporthalle beziehungsweise das Kinderhaus Biberkor mit 200.000 Euro und 350.000 Euro, Fertigstellung des Sportplatzes in Berg mit 300.000 Euro. Einer der größten Brocken sind Neuverlegungen und Sanierungen von Wasserleitungen sowie Kanalarbeiten im gesamten Gemeindegebiet mit insgesamt 1,8 Millionen Euro. Allein der Tagwasserkanal Etztalschlucht schlägt dieses Jahr mit 570.000 Euro zu Buche. An Straßenbauarbeiten sind unter anderem ein Gehweg in Bachhausen mit 230.000 Euro geplant, sowie die Asphaltierung des Bachjägerwegs für 125.000 Euro. Auch verschiedene Organisationen und Vereine dürfen sich über eine Finanzspritze freuen. Neben kleineren Beträgen für First Responder, den Bund Naturschutz oder Frauen helfen Frauen sind auch ein paar tausend Euro übrig für die Jugendarbeit oder den Kulturetat. Rund 4.000 Euro gibt es zur Einführung des Berger Gewerbetags und 30.000 Euro sind für die künstlerische Gestaltung des neuen Kreisels geplant. Den Antrag der Kirche auf einen Beitrag zur Erneuerung der Friedhofsmauer und der Außenrenovierung der Pfarrkirche in Höhenrain bewilligt die Gemeinde ebenfalls, will dafür aber Mittel aus dem Werner-Erbe verwenden.

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