Von der Bankfachwirtin zur Schriftstellerin

Bestseller aus Wörthsee: Erfolgsautorin Birgit Loist veröffentlicht neuen Roman

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Birgit Loist lebt in Wörthsee und veröffentlicht dieser Tage ihren neuen Roman, der in Schottland spielt.

Wörthsee - Verlagsautorin, Familienmutter, Bankfachwirtin. Die Wörthseerin Birgit Loistl ist ein echtes Selfmade-Talent und hat sich auf dem Buchmarkt in kürzester Zeit einen festen Platz geschaffen. Anfang August erscheint bei Piper Digital ihr bisher 13. Roman - als Taschenbuch und digital unter dem Titel "Das kleine Café in den Highlands".

„Schreiben ist meine Leidenschaft. Anfangs nur ein Hobby, jetzt mein viertes Kind“, sagt die dreifache Mutter, die vor rund zehn Jahren im Zuge ihrer Elternzeit auf die Schreiberei kam. Seit 2011 lebt Loistl, die in Eching aufwuchs, mit Familie in Wörthsee und lässt ihren Job bei der Bank seit sieben Jahren zu Gunsten der Familie ruhen. Die Zeit zum Schreiben muss sich Autorin ergaunern. Zur Frage, wie lange sie an einem Roman sitze, bekennt sie: „Das kommt drauf an, weil ich meist nur nachts schreibe.“ Loistls Ersterscheinung „Forever Lizzy“ lag zunächst einige Jahre in der Schublade und kam in 2015 über Self Publishing auf den Markt. Seitdem wird die Autorin nicht müde, neue Liebesromane zu verfassen, die hauptsächlich junge Erwachsene ansprechen. „New Adults nennt sich das Genre“, erklärt die Autorin und lässt durchblicken, dass auch das Buchmarkt-Marketing heute zunehmend auf junge Social Media setzt. „Eigentlich läuft alles über Blogger. Die kriegen meine Bücher, machen für mich Werbung und schreiben Rezensionen. Das ist eine Wahnsinnswerbung über Blogger.“ 

Der Kontrast zur Welt der Bilanzen und Zahlenkolonnen ist offensichtlich. „Beim Schreiben kann ich experimentieren, mir Geschichten ausdenken, eigene Protagonisten, eigene Welten schaffen. Wenn ich Szenen schreibe, dann stelle ich mir vor, dass die Personen neben mir sitzen – als würde ich mich mit ihnen unterhalten“, sagte die 43-Jährige, die seit Ostern nun auch ihr eigenes Schreib-Exil in Form eines liebevoll ausgebauten Bauwagens hat. „Früher bin ich immer mit Laptop durchs Haus gewandert. Oft auf dem Gang zwischen den Kinderzimmern“, lacht Loistl. Auch Tochter Tilda (6) erinnert sich: „Wenn ich ins Bett bin, hast du immer da gearbeitet.“ Seit Ostern genießt Loistl ihren kleinen durch ihren Ehemann im Garten ausgebauten Rückzugsort. Auch beruflich eroberte sich die 43-Jährige, die ihre ersten Bücher als Self Publisherin lancierte, neue Perspektiven. Bereits drei ihrer Romane fanden so breites Interesse, dass sie inzwischen von großen Verlagen herausgebracht werden. Die Steinebacherin überblickt den Buchmarkt und bekennt: „Ich habe ein ganz gutes Gefühl dafür, was gerne gelesen wird“ Loistls jüngstes Werk ‚Das kleine Café in den Highlands‘ entführt den Leser nach Schottland. 

Eine ambitionierte New Yorker Immobilienmaklerin verschlägt es im Zuge eines Erbfalles in die schottische Provinz, wo sie nicht nur mit einer neuen Lebensaufgabe sondern auch mit der Liebe konfrontiert wird. Zur hautnahen Ortssichtung wollte Loistl an Ostern eigentlich selber nach Schottland fliegen. „Aber Corona kam dazwischen und deshalb musste ich online recherchieren.“ Großbritannien lässt die Verlagsautorin bis auf weiteres nicht los. Auch ihr nächster Roman soll den Leser nach England führen, verrät die 43-Jährige und hält sich ansonsten bedeckt: „Die Idee möchte ich nicht verraten.“

Von Nilda Höhlein

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