Betreuung für 42 Mädchen & Buben

Für den Bau einer Kinderkrippe in Wörthsee stellten in der jüngsten Ratssitzung Vertreter der Pfarrei „Zum heiligen Abendmahl“ ihr Konzept eines Neubaus vor. Als verlässlicher Partner vor Ort verweist Pfarrer Andreas Miesen auf die erfolgreiche Arbeit im katholischen Kindergarten. Er begrüßt den Bau einer Kinderkrippe in Wörthsee.

„Den Gedanken im Ort eine Kinderkrippe zu realisieren, haben wir erstmals vor zwei Jahren aufgegriffen“, betonte Joachim Muffler von der Kindergartenverwaltung. „Schon damals schwebte uns ein Anbau als Erweiterung zum bestehenden Kindergarten vor.“ In diesem können zwei Gruppen mit bis zu 15 Kindern untergebracht werden. „Eine Option für eine dritte Gruppe mit zwölf Kindern soll offen gehalten werden.“ Maximal können 42 Kleinkinder betreut werden. Pro Gruppe stellt sich Muffler zwei Erzieherinnen und eine Kinderpflegerin vor. Ähnlich wie im Kindergarten würde man eine zusätzliche siebte Kraft einstellen für die beiden Gruppen, die beispielsweise in Krankheitsfällen einspringt. Dieses System habe sich bereits im Kindergarten sehr bewährt, so Muffler. Den großen Vorteil einer katholischen Kinderkrippe sieht er in den hohen Synergieeffekten mit dem Kindergarten. Zudem erspare man mit dem Anbau auf kirchlichem Grund an der Etterschlager Straße 47 die Miete. Auch fallen keine Verwaltungskosten an, dank dem großen ehrenamtlichen Engagements. „Wir arbeiten kostendeckend, können uns eine ordentliche Personalausstattung leisten und wollen keinen Gewinn erzielen. Von daher wird auch kein Defizitausgleich an die Gemeinde gestellt.“ Dies bedeute vor allem moderate Gebühren für die Eltern. „Bei den Beiträgen wollen wir uns auch nicht an Doppelverdienern orientieren, sondern an der alleinerziehenden Mutter.“ Mufflers Hauptargumente für eine Kinderkrippe unter kirchlicher Trägerschaft sind vor allem die hohe Planungssicherheit und die günstige Kostenstruktur. „Wir sind dem Wohl der Kinder in unserer Gemeinde verpflichtet.“ Geborgenheit, Vertrauen, feste Bezugspersonen und eine ganzheitliche individuelle Betreuung stehen bei an oberster Stelle. Eine christliche Wertschätzung gehört zu den Leitlinien der pädagogischen Arbeit. Was aber nicht bedeute, dass die Kinder täglich „religiös gefüttert“ werden. Eine positive Gestaltung der Räume als dritter Erzieher liegt dem Träger besonders am Herzen. Zudem lässt die Nähe zu dem Kindergarten eine enge Verzahnung zu. So können Kindergartenkinder Patenschaften für die Kleinen übernehmen. Durch einen engen Austausch mit dem Kindergarten verspricht sich Muffler besonders die Förderung von Kreativität und Phantasie sowie der sprachlichen Entwicklung bei den Krippenkindern. Bis zum Kindergartenjahr 2011 ließe sich das Projekt baulich realisieren. Bei 42 Pätzen liegen die Baukosten bei knapp 1,3 Millionen Euro. 879.000 Euro betragen die staatlichen Zuschüssen plus weitere 52.000 Euro für die Erstausstattung. Die bischöfliche Finanzkammer in Augsburg hat 130.000 Euro an Fördergelder zugesichert. Alles in allem ist mit Fördergeldern von mehr als einer Million Euro zu rechnen. So ließe sich der Bau ohne gemeindliche Zuschüsse realisieren. Bei einer Buchungszeit von sieben Stunden täglich liegt der Elternbeitrag bei 160 Euro zuzüglich 70 Euro fürs Essensgeld. CSU-Gemeinderat Franz Polz hakt nach, wer im Falle einer Finanzierungslücke einspringen würde. „Unter diesen Umständen würden wir uns an die Gemeinde wenden“, antwortet Muffler. Bürgermeister Peter Fach nahm das Konzept zur Kenntnis und kommt auf den Träger zum gegebenen Zeitpunkt zu.

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