Bilanz über Jahr des Umbruchs

Nach 27 Jahren Vorstandsarbeit in der Baugenossenschaft Gilching stellte sich Herbert Daum nicht mehr zur Wahl. Seine Nachfolge als Stellvertreter von Norbert Novacek wurde Thomas Reich. Novacek bezeichnete das abgelaufene Geschäftsjahr als Jahr des Umbruchs.

Gut besucht war die Jahresversammlung der Baugenossenschaft Gilching. Auf der Tagesordnung stand unter anderem die Neuwahl der Vorstandschaft. Novacek, der seit 1995 mit dabei ist, wurde mit 65 Jastimmen und sechs Enthaltungen erneut in seiner Eigenschaft als Geschäftsführender Vorsitzender bestätigt. Um den Vizeposten hatte sich Gilchings ehemaliger Bürgermeister Thomas Reich beworben. Mit 51 Ja-, 17 Gegenstimmen und drei Enthaltungen wurde er gewählt. Daum durfte aus Altersgründen, er hat die 65 bereits überschritten, nicht mehr kandidieren. „Wir waren viele Jahre lang gute Partner“, sagte Novacek bei der Verabschiedung von Daum im Schützenheim an der Talhofstraße. Unter anderem habe Daum maßgeblich die Bau- und Modernisierungsmaßnahmen beeinflusst und begleitet. Als Abschiedsgeschenk gab es ein aufwändiges Buch über Ägypten. Weitere Neuerungen waren die Auslagerung der Hausmeistertätigkeit an den Hausmeisterservice Hettmer und die Übernahme der Hausverwaltung Vita-Plus. Wichtigste Baumaßnahmen im kommenden Jahr ist der Abbruch der Wohnblöcke Sonnenstraße 11, 13, 15 und 17. „Die Wohnungen sind bereits leer“, sagte Novacek. Geht alles nach Plan, wird im Herbst 2009 der Abbruch stattfinden. Mit dem Spatenstich für die neuen Häuser rechnet er im Frühjahr 2010. „Dann dauert es erfahrungsgemäß rund eineinhalb bis zwei Jahre, bis die Mieter einziehen können.“ Ein Teil der Wohnungen wird im Programm geförderter Wohnungsbau aufgenommen. Der Rest soll, wie schon bei den Hausnummern 7 bis 9a als Eigentumswohnungen verkauf werden. „Dieses Modell hat sich entgegen aller Prophezeiungen bewährt“, freut sich Novacek. Erstmals nämlich wohnen Jung und Alt und betucht und weniger betucht unter einem Dach. „Es ist ein lebendiger Querschnitt unserer Gesellschaft, der hier zusammen wohnt und sich gegenseitig respektiert und akzeptiert.“ Insgesamt betreut oder verwaltet die Baugenossenschaft in Gilching, Gauting, Stockdorf und Dachau Süd mit sechs Mitarbeitern rund 900 Wohneinheiten.

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