Vereine investieren in die Infrastruktur  

BLSV trifft sich zur virtuellen Herbsttagung - Bedeutung des Ehrenamts betont

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Die Herbsttagung des Bayerischen Sport- und Landesverbands (BLSV) findet virtuell statt (Symbolbild).

Landkreis - Große Versammlungen in Corona-Zeiten sind nicht machbar. Deshalb trafen sich die Verantwortlichen des Bayerischen Sport- und Landesverbands (BLSV) zu ihrer Herbsttagung online vor dem Bildschirm. Zentrales Thema war dabei naturgemäß die baldmöglichste Rückkehr in den Trainingsbetrieb für die Vereine. 

Bis mindestens 10.Januar bleiben alle Sportanlagen für Amateursportler geschlossen. Das heißt, dass in dieser sportlichen Durststrecke viele Aktive die Lust beziehungsweise die Geduld verlieren und sich von ihren Vereinen abmelden, befürchtet der BLSV. Um dem vom Verband prognostizierten Verlust von mehr als 100000 Mitgliedern in den bayerischen Sportvereinen entgegenzuwirken, müsste die Schließung der Indoor-Sportanlagen im Freizeit- und Amateursportbereich aufgehoben werden. Damit dieses Ziel erreicht wird, hat der BLSV der Politik in den vergangenen Tagen einen Corona-Stufenplan in Anlehnung an den 7-Tage-Inzidenzwert vorgeschlagen.

Der Verband unterstrich abermals, wie wichtig der Sport für die Gesundheit der Bevölkerung ist. Positiv bei der Herbsttagung hervorgehoben wurden die finanziellen Unterstützungsleistungen der Bayerischen Staatsregierung. Die Verdopplung der Vereinspauschale von 20 auf 40 Millionen Euro im April sei hierbei ein wichtiger Schritt gewesen, betont das Gremium. Dennoch seien zukünftig weitere Hilfspakete für die Vereine und Verbände nötig. Hierzu befindet sich der BLSV in intensivem Austausch mit der Politik. Doch das Corona-Jahr 2020 brachte auch positive Entwicklungen mit sich. Die Vereine nutzen die sportfreie Zeit, um die eigene Infrastruktur voranzutreiben. Im Bereich der Förderung des Freistaats Bayern für den vereinseigenen Sportstättenbau hat sich die Zahl der Anträge enorm gesteigert und seit 2016 sogar vervierfacht. Bis Ende diesen Jahres erwartet der BLSV die Grenze von 1000 Bauanträgen pro Jahr zu überschreiten.

Auch die Bedeutung der ehrenamtlich Beschäftigten im Amateursportbereich wurde auf der Tagung nochmals ausdrücklich unterstrichen. „Ohne unsere rund 300000 ehrenamtlich Engagierten wären die anstehenden Herausforderungen schlichtweg nicht zu meistern. Das Ehrenamt ist der soziale Kitt unserer Gesellschaft“, betonte BLSV-Präsidiumsmitglied Udo Egleder. Damit sich die Zahl an freiwilligen Helfern im Amateursport nicht verringert, denkt die Bundespolitik über eine Anpassung des finanziellen Rahmens nach. Das heißt konkret, dass einen Erhöhung der Ehrenamtspauschale auf 840 Euro in der Planung ist. Darüber hinaus wird auch über zusätzliche Steuerbefreiungen für Sachleistungen aufgrund einer Ehrenamtskarte nachgedacht. 

Roland Halmel

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