Bodenständig mit viel Erfahrung

Das neu gewählte Führungsteam des BBV: (v.l.) Walter Heidl, Günther Felßner und Anneliese Göller. Foto: Polster

Es war keine Überraschung: Als es um die Nachfolge von Bauernpräsident Gerd Sonnleitner ging, stand fest, dass Walter Heidl in die Fußstapfen treten wird. Einen Gegenkandidaten gab es nicht. Der Schweinemäster aus Rahstorf bei Simbach bekam 112 der 120 möglichen Stimmen.

Er ist bodenständig, lässt sich schwerlich aus der Ruhe bringen und bringt jede Menge Erfahrung mit: Walter Heidl, unter anderem seit zehn Jahren Präsident des niederbayerischen Bezirksverbands und Vorsitzender im Tiergesundheitsdienst (TGD) Bayern. „Ich brauche diese Netzwerke auch weiterhin“, betonte er bei der Mitglieder-Versammlung im Haus der Bayerischen Landwirtschaft in Herrsching. Insbesondere im Bereich der Tiergesundheit schätze er die Vernetzung mit den Fachkräften, auf die er bei künftigen Diskussionen mit dem Verbraucher auch weiterhin zurückgreifen kann. Seine Ämter als Kreis- und Bezirksvorsitzender jedoch will er demnächst abgeben. Auf die Frage, wie er sich eine Kooperation mit dem Bundesverband deutscher Milchviehalter (BDM) vorstelle, mit dem es in der Vergangenheit diverse Differenzen gegeben hat,  blieb Heidl gelassen. Es gebe keinerlei Berührungsängste, jedoch lege er Wert auf eine sachorientierte Diskussion, versicherte er. „Ich wehre mich lediglich dagegen, Themen nur auf emotionaler Ebene zu diskutieren.“ Zu seinem Stellvertreter bestimmten die Wahlberechtigten Günther Felßner aus Günthersbühl bei Lauf an der Pegnitz. Dem Führungsteam der 15. Amtsperiode gehört auch Landesbäuerin Anneliese Göller an. Sie wurde bereits am 18. April gewählt. Frei von Abschiedsschmerz wünschte Gerd Sonnleitner, der sich nicht mehr zur Wahl stellte, dem neuen Team ein gutes Händchen. „Es ist ein ungeschriebenes Gesetz bei uns Bauern, dass man den Hof gut bestellt an die nächste Generation weiter gibt. Der Bayerische Bauernverband steht gut da, deshalb kann ich beruhigt Abschied nehmen.“ Er selbst werde sich nach 21 Jahren als Vollzeit-Politiker komplett aus dem aktiven politischen Geschehen zurückziehen. Das heißt, dass er demnächst auch sein Amt als Deutscher Bauernpräsident aufgeben wird. „Nun beginnt mein altes neues Leben. Ich bin trotz meiner politischen Ämter Bauer mit Leidenschaft geblieben. Künftig werde ich mich wieder mehr um meinen Hof kümmern.“ Dass er auch weiterhin nach Herrsching kommen wird, stehe für ihn fest, sagte Sonnleitner. „Hier ist eine ganz besondere Aura, die ich noch oft genießen werde. Außerdem interessieren mich schon aus persönlichen Gründen landwirtschaftliche Themen, auch wenn ich kein offizielles Amt mehr habe.“

Auch interessant

Meistgelesen

Mit dem Kreisboten die besten Sommerferien aller Zeiten erleben
Mit dem Kreisboten die besten Sommerferien aller Zeiten erleben
Klinikum Starnberg: Telemedizinische Anbindung mit NIDA
Klinikum Starnberg: Telemedizinische Anbindung mit NIDA
ASTO-Erfolgsgeschichte geht weiter: Richtfest für Marriot Hotel
ASTO-Erfolgsgeschichte geht weiter: Richtfest für Marriot Hotel
Klaus Götzl: Drei Jahrzehnte für den Tourismus
Klaus Götzl: Drei Jahrzehnte für den Tourismus

Kommentare