BOS/FOS

Mit Bauchweh, aber einstimmig

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Starnberg – „Ohne festgelegten Standort keine Probeeinschreibung, ohne Probeeinschreibeung keine FOS/BOS“, brachte Starnbergs Rathauschefin Eva John die Dringlichkeit für eine Entscheidung auf den Punkt.

Und so entschied sich der Stadtrat auf seiner Sitzung am Montagabend einstimmig dafür, dem Landkreis das Grundstück am Seilerweg, auf dem sich der ehemalige Betriebshof befindet, für eine künftige FOS/BOS anzubieten. Neben dem bereits zur Sitzung vorliegenden Vorschlag für das Gelände entlang der Gautinger Straße wurden noch weitere Vorschläge eingereicht wobei diejenigen, die sich nicht in städtischem Besitz befinden, umgehend an das Landratsamt weitergeleitet worden sind. Der Kreisbehörde wurden zudem direkt Grundstücke von privaten Eigentümern angeboten. Sie werden derzeit auf Tauglichkeit geprüft. Das Landratsamt hat dabei folgende Kriterien festgelegt: So sieht das Raumprogramm einen Flächenbedarf von rund 3.800 Quadratmetern vor. Das Grundstück muss über ausreichend Flächen für Stellplätze verfügen, eine gute ÖPNV-Anbindung mit fußläufiger Entfernung zu Haltestationen der S6 und eine gute Verkehrsanbindung haben. Auch sollte das Grundstück baureif sein (keine Planungshindernisse und Baurisiken, verhältnismäßige Investitionskosten) und einen angemessenen Kaufpreis haben. Drei, im städtischen Besitz befindliche, Grundstücke (alle in einem Umkreis von 600 Metern um die beiden S-Bahnhöfe) wurden im Vorfeld der Sitzung bewertet. Dabei stellte sich nur das Gelände am Seilerweg als uneingeschränkt empfehlenswert heraus. Bei den anderen beiden Grundstücken gibt es zum einen Probleme wegen der Lage im Landschaftsschutzgebiet (gesetzlich geschützte Biotope, Artenschutz) und zum anderen eine hohe Kostenbelastung durch die Heimfallregelung Erbpacht und eine lange Entwicklungsdauer. So sind diese Grundstücke aus Verwaltungssicht nur bedingt empfehlenswert. „Die Lage auf dem Gelände des ehemaligen Betriebshofes könnte am ehesten realisiert werden“, so die Bürgermeisterin. Die CSU ging mit Johns Ansicht nicht uneingeschränkt konform. „Dem Seilergrundstück kann ich nur mit Bauchweh zustimmen, weil es der kleinste politische Nenner ist“, so Ludwig Jägerhuber. Er befürchtete, „dass wir an die Grenzen der städtebaulichen Entwicklung stoßen“ werden. Auch sein Fraktionskollege Stefan Frey bezeichnete das favorisierte Grundstück wegen der unzureichenden Erweiterungsmöglichkeiten als „nicht optimal“. Frey bat deshalb darum, die Beschlussvorlage dahingehend zu ergänzen, dass der Landkreis gebeten wird, auch private Grundstücksalternativen in seine Überlegungen mit einzubeziehen. Dem schloss sich das Gremium einstimmig an. Ebenso wie dem weiteren Beschluss, dem Landkreis das Grundstück am Seilerweg zum Kauf oder im Tausch mit einer geeigneten Fläche anzubieten. Alternativ dazu kann der Landkreis die Fläche auch im Wege eines Erbbaurechts nutzen. An dieses Angebot hält sich die Stadt bis zur Entscheidung des Kreistages zur Umsetzung der Schulbaumaßnahme, längstens jedoch bis zum 31. Juli 2015. Stefan Berger

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