Mehrarbeit in Krisenzeiten

„Bringt das Fass zum Überlaufen“: Lehrer-Gewerkschaft kritisiert Wegfall der Faschingsferien

Lehrer Corona Maske
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Der bayerische Landesverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kritisiert massiv den Wegfall der Faschingsferien. „Dass der Arbeitgeber eine Woche Ferien streicht, ruft ein Gefühl fehlender Wertschätzung hervor“, argumentiert die Gewerkschaft.
  • vonFlorian Ladurner
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Landkreis - Die Entscheidung der Staatsregierung, nach den Weihnachtsferien für alle Klassenstufen und Schularten im Distanzunterricht zu beginnen, ist angesichts der Corona-Infektionszahlen sicher richtig. Die Faschingsferien im Gegenzug ausfallen zu lassen, kritisiert der bayerische Landesverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) scharf.

„Distanzunterricht verläuft vielerorts nach wie vor nicht reibungslos, unter anderem weil die digitale Lernplattform Mebis immer noch nicht ausreichend funktioniert. Deshalb darf den Lehrkräften in sehr fordernden Zeiten aber nicht noch mehr zugemutet werden. Und auch die Schüler benötigen dringend einen Rhythmus mit regelmäßigen Ferien im Schuljahr“ fordert die Gewerkschaft in einem Presseschreiben.

„Den Lehrkräften vor Ort stieß es sehr sauer auf, dass sie trotz großer Anstrengungen und Mehrarbeit seit Beginn der Corona-Pandemie für die zwei unterrichtsfreien Tage vor Weihnachten zum Dienst verdonnert wurden. Dass der Arbeitgeber nun so einfach eine Woche Ferien streicht, die die Lehrkräfte ja in der Regel zum Aufarbeiten dessen nutzen, für das im Schulalltag keine Zeit bleibt, ruft völliges Unverständnis und ein Gefühl fehlender Wertschätzung hervor. Viele Lehrkräfte arbeiten seit Monaten am Limit und das bringt das Fass zum Überlaufen“, sagt Martina Borgendale, Vorsitzende der GEW Bayern.

Kreisbote

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