Anstieg von 13 Prozent

Brücke Starnberg zieht Jahresbilanz 2019 - Mädchen gerieten öfter mit dem Gesetz in Konflikt

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Wie die Brücke Starnberg auf ihrer Jahrespressekonferenz mitteilte, begingen weibliche Jugendliche 2019 mehr Diebstähle als die männliche Fraktion.

Starnberg - Der Verein "Brücke Starnberg" ist eine Einrichtung der Jugendhilfe. Heranwachsende und Jugendliche können über dort ihre staatsanwaltschaftlichen und richterlichen Weisungen erfüllen. Auch betreut das Team der Brücke Starnberg Jugendliche bei der Ableistung von sozialen Arbeitsstunden. Nun haben die Verantwortlichen Bilanz gezogen und das Jahr 2019 Revue passieren lassen. 

Im Jahr 2019 wurden der Brücke Starnberg 278 Jugendliche zugewiesen und damit acht mehr, als im Jahr zuvor, wobei der Anteil der Mädchen um 13 Prozent gestiegen ist. Bei den Mädchen war das häufigste Delikt wieder Diebstahl, bei den Jungen im vergangenen Jahr erstmals ebenso, gefolgt von Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Der Altersschwerpunkt lag zwischen 16 und 17 Jahren, damit ist der Altersdurchschnitt etwas gesunken.

40 der Jugendlichen befanden sich in einer Ausbildung, 37 hatten einen Job oder eine Arbeit und 30 waren arbeitssuchend. Der Hauptanteil von 134 aller Jugendlichen waren Schüler bzw. Studenten.

Auch 2019 wurde wie in den vorangegangenen Jahren wieder sehr deutlich, dass bei vielen Jugendlichen ein erhöhter Betreuungs- und Beratungsbedarf bestand. Da im Jugendgerichtsgesetz der Erziehungsgedanke im Vordergrund steht, werden als Reaktion darauf unsere pädagogischen Angebote wie Betreuungsweisungen, Beratungen und insbesondere Leseweisungen ausgesprochen. Die inhaltliche Ausgestaltung der pädagogischen Weisungen richtet sich nach dem konkreten Bedarf des Jugendlichen. Themen sind häufig Schuldenregulierung, familiäre Schwierigkeiten, psychische Beeinträchtigungen, Drogen- oder Alkoholkonsum und in sehr vielen Fällen eine mangelnde berufliche Orientierung.

Soziale Arbeitsstunden wurden 2019 für 199 Klienten angeordnet, wobei insgesamt 6694 Stunden (im Schnitt ca. 34 Stunden) erbracht werden mussten. Die Jugendlichen leisteten ihre Stunden bei etwa 60 gemeinnützigen oder kommunalen Stellen im ganzen Landkreis ab. Kindergärten, Schulen, Altenpflegeheime, Kirchen und Jugendhäuser gehören unter anderem zu unseren Einsatzstellen. Bei der Ableistung sozialer Dienste liegt es uns immer sehr am Herzen, einen guten Kontakt zu den zuständigen Ansprechpartnern in den Einrichtungen zu pflegen und den Einsatz der Jugendlichen im Hintergrund zu betreuen.

Von Kreisbote

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