Bürgerbegehren initiiert

Durch ein Bürgerbegehren soll der bereits genehmigte Umzug der Asphaltmischanlage am Talbauernweg nach St. Gilgen verhindert werden. Anwohner von St. Gilgen haben bereits mehr als 800 Unterschriften gesammelt. 1.575 Unterschriften sind nötig, um einen Bürgerentscheid auf den Weg zu bringen.

Bereits seit Juli sammeln Anwohner des neuen Standortes in St. Gilgen Unterschriften gegen das Projekt. Geworben wird mit dem Hinweis, dass die neue Anlage in St. Gilgen zusätzliche Lärm- und Geruchsbelästigungen bringt. Zu einem anderen Ergebnis aber kamen die Gutachter. Wie berichtet, stellten sie in der jüngsten Ratssitzung fest, dass von einer neuen, modernen Anlage weder zusätzlicher Lärm noch unverträglicher Geruch zu erwarten ist. Vielmehr sei die Belästigung durch die angrenzende Autobahn weit höher. Derzeit befindet sich die Asphaltmischanlage der Firma Jais am Talbauernweg, in direkter Nachbarschaft zum Erholungsgebiet Badesee. Nach dem geplanten Umzug nach St. Gilgen soll das Bade- und Freizeitgelände um die frei werdende Fläche erweitert werden. Scheitert der Umzug, wird die Mischanlage weiterhin am Talbauernweg in Betrieb bleiben. Bis 2028 besteht Bestandsschutz, der jedoch verlängert werden kann. „Ich sehe dem Bürgerbegehren relativ leidenschaftslos entgegen“, sagte Gottfried Jais jun. auf Anfrage. Der neue Standort, der dann als „Sondergebiet für Kiesverarbeitung und Weiterverarbeitung und Asphaltmischanlage“ ausgewiesen wird und auch einem weiteren Bewerber zur Verfügung steht, habe für ihn mindestens so viele Vor- wie auch Nachteile, sagt Jais. Zum einen bekomme er in St. Gilgen Konkurrenz. Zum anderen aber wäre der Konkurrenzbetrieb wiederum Abnehmer seines Kiesabbaubetriebs. „Jetzt sollen der Bürger und die Gemeinde entscheiden, was sie wollen. Die Welt geht für mich nicht unter, egal, wie die Entscheidung ausgeht“, betont der Unternehmer. Genehmigt wurde ihm bereits eine Modernisierung der bestehenden Anlage am Talbauernweg. Scheitert das Projekt in St. Gilgen, habe er außerdem ein Rücktrittsrecht vom städtebaulichen Vertrag in dem auch die Erweiterung des Freizeitgeländes geregelt ist. Dies bedeute dann auch ein Aus der Freizeitanlage. Bedauerlich fände dies Bürgermeister Manfred Walter. „Gilching könnte gut noch eine Erholungsfläche vertragen.“ Um ein Bürgerbegehren durchzubringen, benötigen die Anlieger 1.575 Unterschriften. Walter: „Wenn der Bürger entscheidet, dass die alte Anlage bestehen bleiben soll, muss auch klar sein, dass sie umwelttechnisch nie so auf den modernen Stand gebracht werden kann, wie eine neue.“

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