Beim Bürgerentscheid heißt es zum zweiten Mal "Nein" für die Entlastungsstraße

Inninger stimmen erneut gegen Umgehung

+
Bürgermeister Walter Bleimaier (links) und Mitstreiter der BIZ freuten sich am Sonntagabend über ein so klares Votum.

Inning – Die Entscheidung ist gefallen. Die Bürger von Inning haben sich am Sonntag zum zweiten Mal mit deutlicher Mehrheit gegen eine Entlastungsstraße ausgesprochen. Die Enttäuschung bei den Befürwortern war groß, dagegen stand den Gegnern die Erleichterung ins Gesicht geschrieben.

Das Ergebnis des Bürgerentscheids, den Pro Inning! initiiert hatte, ist eindeutig. Bei einer Wahlbeteiligung von 75,65 Prozent haben sich am Sonntag 56,11 Prozent (1.506 Stimmen) der Wahlberichtigten gegen und 43,89 Prozent (1.178 Stimmen) pro Umgehung ausgesprochen. Zufrieden zeigte sich unter anderem Grünen-Gemeinderätin Barbara Wanzke, die nach Bekanntwerden des Ergebnisses immer nur „Danke, Danke“, sagte. Enttäuschung dagegen bei den Befürwortern der Entlastungsstraße. „Das ist leider ein klares Ergebnis, das wir akzeptieren müssen“, sagte Herbert Klausnitzer. Bedauerlich findet er außerdem, dass im Vorfeld selbst nachgewiesene Fehlinformationen der Trassen-Gegner, wie manipulierte Daten zur Lärmbelastung, bei den Bürgern nicht angekommen sind. „Nachtarocken macht aber keinen Sinn. Der Bürger hat sich für mehr innerörtlichen Verkehr entschieden. Dies waren leider anhand der Wahlergebnisse diejenigen, die weit weg von der Durchgangsstraße wohnen und nicht unter den Verkehrsbelastungen leiden.“ Für Klausnitzer steht fest, dass nun die Gegner der Umgehungsstraße in der Pflicht stehen und „liefern müssen“. Wie berichtet, sicherten Robert Kaltenbrunner und seine Mitstreiter von BIZ (Bürger für Innings Zukunft) zu, dass durch eine unverzügliche Sanierung der innerörtlichen Staatsstraße diese „sicherer, leiser und schöner“ gestaltet werden kann. Kaltenbrunner bedauerte, dass wegen der falschen Lärmkartierung eines Einzelnen, alle Gegner als potentielle Lügner hingestellt wurden – was Stimmen gekostet haben wird. Im Vergleich: Beim Bürgerentscheid 2013 hatten sich 49,6 Prozent für und 50,4 Prozent gegen eine Umgehungsstraße ausgesprochen. pop

Auch interessant

Meistgelesen

Zahl der Zweitjobber im Kreis Starnberg auf 5.800 gestiegen
Zahl der Zweitjobber im Kreis Starnberg auf 5.800 gestiegen
Tempolimit aufgehoben
Tempolimit aufgehoben
17-Jähriger zieht Messer
17-Jähriger zieht Messer
Eine gelungene Kooperation
Eine gelungene Kooperation

Kommentare