Wahre Raritäten mit Heimatklängen

Bürgermeister Bernhard Sontheim übergibt kostbare Schallplatten an seine Amtskollegen

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Bürgermeister Bernhard Sontheim (Mitte) bei der Übergabe der Schallplatten an Bürgermeisterin Anna Neppel und an ihren Herrschinger Amtskollegen Christian Schiller.

Herrsching/Andechs – Schallplatten sind seit einigen Jahren in Vergessenheit geraten. Nun hat Feldafings Bürgermeister Bernhard Sontheim zwei besondere Exemplare gefunden, die er vergangene Woche an seine Amtskollegen aus Andechs und Herrsching übergeben hat.

„Erinnerungen an Herrsching“, diese Platte erhielt Bürgermeister Christian Schiller sogar auch digitalisiert. Auf dieser sind verschiedene bayerische Stücke wie eine Polka, gespielt von der Blaskapelle Jais, zu hören. Das Ganze wurde wohl in den 1920er Jahren auf Schellackplatten gepresst. Schillers Amtskollegin Anna Neppel aus Andechs bekam eine Platte über „Bayerns heiligen Berg Andechs“. Hier wird über das Braustüberl und dem Kloster gesprochen – und gesungen. „Ich bin schon ganz gespannt, was zu hören ist. Leider habe ich keinen funktionstüchtigen Plattenspieler mehr, aber eine Mitarbeiterin versprach, die Platte zu digitalisieren“, so Neppel, die wiederum sich auf die Suche nach einem gebrauchten Plattenspieler machen möchte. Vielleicht kann Neppel sich das Präsent von Bürgermeister Bernhard Sontheim ja im Original anhören.

Denn der Feldafinger Kollege sammelt mit voller Begeisterung alte Schellack-Schaltplatten. Um diese zu hören hat er noch eine Leidenschaft, nämlich eine umfangreiche Sammlung von 60 Grammofonen. Seine erste Platte hielt er mit zwölf Jahren in der Hand. Nun besitzt er rund 1.000 Exemplare. Vor allem mag er Jazzmusik. „Vinylplatten hören sich einfach besser an, als eine CD“, sagte Sontheim beim Übergabetermin im Herrschinger Rathaus. Mit Entzücken erzählte er seinen Amtskollegen von seiner Leidenschaft zur Musik.

Beide Platten werden in den jeweiligen Archiven ihren Platz finden. Zudem soll noch genauer über Oberländer Kapelle „Jais“ nachrecherchiert werden. Dabei hofft Schiller, dass die Gemeindearchivarin Dr. Friederike Hellerer etwas herausfindet. Und auch in Andechs wird man sich auf Spurensuche begeben, obwohl vom seinerzeit bekannte bayerische Schauspieler Michl Lang mehr bekannt sein dürfte.

Von Kreisbote

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