Neue Buslinie

In 19 Minuten zur FOS/BOS

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Landkreis – Schon einmal auf „Vorrat“, wie es Landrat Karl Roth bezeichnete, hat der Kreis-Verkehrsausschuss die Einführung einer neuen Buslinie zur besseren Anbindung der FOS/BOS in Gilching vom S-Bahnhof Starnberg Nord beschlossen.

Wie berichtet, wird der „948er“ allerdings nur dann fahren, wenn Gilching den Zuschlag für die weiterführenden Schulzweige erhält. „Wir haben noch keine Hinweise, was die Probeeinschreibung ergeben hat“, erklärte Roth am Dienstag. Die neue Linie, die Landkreis-Verkehrsmanagerin Susanne Münster entsprechend eines Beschlusses des Kreisausschusses von Anfang März ausgearbeitet hat, bedient im Kern die S-Bahnhöfe Starnberg Nord, Gilching-Argelsried und die FOS/BOS. In den Morgenstunden nimmt der „948er“ (erste Fahrt um 6.22 Uhr ab Starnberg Nord, Ankunft FOS/BOS um 7.50 Uhr) auch Schüler in Söcking auf, in Gilching bedient er neben der FOS/BOS die Römer- und Welfenstraße, den S-Bahnhof Gilching-Argelsried, die Karolingerstraße sowie Waaghäusl und die Watzmannstraße. Interessant ist die Fahrtzeit, keine 30 Minuten ist der Bus unterwegs, zurück nach Starnberg sind es lediglich 19 Minuten (über Arbeitsamt). Einziger Wehrmutstropfen dabei ist der Umstand, dass Ober- und Unterbrunn nicht angefahren werden. Auch das Gilchinger Gewerbegebiet Süd ist nicht angebunden, was laut Münster für die Zukunft aber geplant sei. Und noch ein weiteres Ziel verfolgt die Verkehrsmanagerin: Die Anbindung der Nachbarn in Fürstenfeldbruck. „Entsprechende Gespräche sind geplant“, betonte Münster. Dann nämlich könnte man eine interessante Querverbindung von Starnberg (S6) über Gilching (S8) nach Fürstenfeldbruck (S4) bekommen. Und noch einen weiteren Vorteil sieht sie: „Die Gilchinger erhalten eine weitere innerörtliche Verbindung.“ Was den Gilchinger Rathauschef Manfred Walter (SPD) freute: „Die Linie ist perfekt durchorganisiert, besser habe ich mir das nicht vorstellen können.“ Zustimmung des Gemeinderats – kein Problem, signalisierte Walter schon einmal. Lediglich Max Stürzer (CSU) bedauerte, dass es keinen Weg gebe, Ober- und Unterbrunn mit aufzunehmen. Fahrgäste aus diesen Ortsteilen müssen nach Gauting (S-Bahn) fahren und von dort weiter nach Gilching. „Unser Ziel war es, eine möglichst schnelle Verbindung für die Gemeinden des Starnberger Sees mit der FOS/BOS zu schaffen“, betonte sie mit Blick auf die kurze Fahrzeit. Was die Ausschussmitglieder auch so sahen und ihrem Vorschlag einstimmig folgten. Los gehen könnte es mit Schulbeginn Mitte September. Die jährlichen Kosten bezifferte Münster mit 120.000 Euro an den die Stadt Starnberg und die Gemeinde Gilching anteilig beteiligt werden. Außerdem billigten die Ausschuss-Mitglieder die von Kreis-Verkehrsmanagerin Susanne Münster vorgelegten Modalitäten für die Ausschreibung von elf Regio-Buslinien in vier Linienbündeln zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2015. po

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