Der Fünfte im Bunde

Cédic Muth aus Berg möchte für die Starnberger Liberalen den Sessel des Landrats erobern

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In die Fußstapfen des ehemaligen langjährigen Landrats Rudolf Widmann möchte Cédric Muth (2.v.r.) aus Berg treten: Gemeinsam stellten (v.l.) Oswald Gasser, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Britta Hundesrügge ihren Landratskandidaten in Starnberg vor.

Landkreis – Jetzt hat auch die FDP im Landkreis Starnberg ihren Kandidaten für den Posten des Landrats vorgestellt: Cédric Muth aus Berg reiht sich in die Bewerberriege von Stefan Frey (CSU), Martina Neubauer (Grüne), Christiane Kern (SPD) und Matthias Vilsmayer (Freie Wähler) ein. Der Patentanwalt möchte das Herrschinger Gymnasium sofort vierzügig bauen, will einen Bürgerentscheid für den Starnberger Tunnel und plädiert für eine weitere Verkehrs- achse zwischen den Autobahnen A95 und 96.

Die Wahl von Rudolph Haux zum Kraillinger Bürgermeister war „die Generalprobe“, sagte bei der Vorstellung des 43-jährigen Juristen FDP-Vorstandsmitglied Dr. Oswald Gasser. Cédric Muth, der in Söcking aufgewachsen und unter anderem mit seinem politischen Konkurrenten Stefan Frey ins Gymnasium gegangen ist, trat den Liberale im Landkreis 1993 bei und sitzt seit 2001 im Kreisvorstand. Studiert hat Muth in München und Speyer und ist seit seiner Referendarszeit in einer Rechtsanwaltskanzlei in Gauting mit Schwerpunkt Marken- und Wettbewerbsrecht beschäftigt. Sehr geprägt haben ihn die vergangenen Jahre, die er mit der Pflege seiner mittlerweile verstorbenen Eltern verbracht hat. „Durch die Pflege der Eltern habe ich auch all die Probleme in der Pflege kennen gelernt, das ist für die Familien sehr belastend“, schilderte Muth. Darum möchte er im Falle seiner Wahl eine Gesundheitsoffensive starten, mit der Muth unter anderem die Pflege zu Hause fördern und den „Graubereich“ – gemeint ist damit die 24-Stunden-Betreuung durch Pflegekräfte aus Osteuropa, die monatsweise kommen – beseitigen will.

Das Gymnasium soll gleich vierzügig gebaut werden

Das künftige Gymnasium Herrsching möchte er gleich von Anfang an vierzügig bauen, eine bekannte FDP-Forderung im Kreistag. Auch einen eigenen Schulausschuss wird es nach seiner Wahl zum Landrat geben, Aufgaben für diesen gebe es zur Genüge, weiß auch die Kreisvorsitzende Britta Hundesrügge: „Wir sind eine starke Bildungsregion und gleichzeitig in Bayern der einzige Landkreis ohne eigene Schulträgerschaft.“ Das werde sich durch die Übernahme des Tutzinger Gymnasiums jetzt ohnehin aber ändern. Ein heißes Eisen fasst der Berger Kandidat in seiner ehemaligen Heimatstadt Starnberg an. Er spricht sich klar für ein Bürgerbegehren zum Tunnelbau aus, „damit es eine Klärung im Sinne der Bevölkerung gibt“. Und um generell dem Verkehrschaos im Landkreis zu entzerren, baut Muth auf eine kürzere Taktung bei den S-Bahnlinien, einem Ausbau der Expressbuslinien und eine ortsferne Umfahrung Starnbergs von der Garmischer Autobahn zur Waldkreuzung und weiter nach Gilching. Nachdem der 43-Jährige noch kein kommunalpolitisches Amt inne hat und somit einem Großteil auch der eigenen Parteimitglieder noch weitgehend unbekannt sein dürfte, will sich Cédric Muth in den nächsten Wochen bei allen Ortsverbänden und den insgesamt 230 Mitgliedern vorstellen. Am 13. September soll er dann offiziell bei einer Kreisversammlung aufs Schild gehoben werden. „Und dannach beginnen wir einen lebendigen Wahlkampf“, versprach in Starnberg schon einmal Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. „Wir wollen wieder zu sechst in den neuen Kreistag einziehen“, zeigte sie sich kämpferisch.

po

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