Einmal Löwe im Glas bitte!

Circus Krone verkauft Löwenkot auf der hauseigenen Farm in Weßling

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Zirkusdirektor Martin Lacey Jr. eröffnete vor Kurzem einen ganz speziellen Pop-Up Store auf der Weßlinger Circus Krone Farm. Für fünf Euro gibt es dort Löwenkot im Glas zu erstehen.

Weßling - Löwenkot von den Zirkus Krone-Großkatzen als Geheimwaffe gegen Marder, Katzen im Garten oder sogar Wildschweine sind ein echter Verkaufsschlager. Seit Martin Lacey jr. vor gut zwei Monaten wegen der schwierigen wirtschaftlichen Situation in Zeiten von Corona begonnen hat, das echt biologische Abfallprodukt zu vermarkten, kann sich der Circus Krone kaum vor Anfragen retten.

2000 Gläser Löwenkot sind schon verkauft worden. Ab sofort können Besucher der Führungen auf der Krone-Farm in Weßling nun auch direkt vor Ort in einem witzig als „Kothaufen“ gestalteten Pop -Up Store den Lacey Lion Löwenkot erstehen - das Glas für fünf Euro. 

„Wir haben den Shop Mr. Poo getauft nach dem bekannten und übergroßen Kothaufen-Emoji und hoffen, damit für viel Schmunzeln bei den Besuchern zu sorgen“, erklärt Martin Lacey jr. bei der Enthüllung des neuen Pop-Up Stores. Jeden Tag sorgen die insgesamt 26 Löwen des Zirkus Krone für den nötigen Nachschub. Martin Lacey jr. schätzt, dass seine fünf Tierpfleger so 20 bis 30 Gläser mit den Exkrementen täglich befüllen können, die im Außengehege gesammelt werden. Dass Nachfrage nach Löwenkot besteht, wußte der Raubtiertrainer schon lange. Immer wieder bekam er in den vergangenen Jahren Anfragen. Nicht ohne Grund: Denn Löwenkot schlägt Marder in die Flucht, die mit Vorliebe die Elektrokabel unter den Autos durchknabbernund lässt sowohl Katzen als auch andere ungebetene Vierbeiner weite Bögen um frisch bepflanze Blumenbeet schlagen. Das Geheimnis dieses natürlichem Hilfsmittel ohne jede Chemie ist dabei der Geruch. 

„Wenn andere Tiere den Löwenkot riechen, ist ihnen sofort klar, dass hier jemand ganz Gefährliches unterwegs ist“, schmunzelt Martin Lacey jr. In der Tierwelt sei nichts natürlicher als die Konfrontation mit diversen Ausscheidungen ungleicher Tierarten. Dass der Raubtierdompteur nicht übertreibt, kann Michael Döhring aus Icking bestätigen. Ihm haben drei Gläser der Exkremente viel Geld, Streß und Ärger erspart. Als seine Mieter sich bei ihm meldeten, es würden Marder unter dem Flachdach ihr Unwesen treiben, stellte er kurzerhand zwei von drei gekauften Gläser auf - schraubte die Deckel ab - und hat seither Ruhe. 

„Gleich am nächsten Tag war kein einziger Marder mehr zu sehen und das ist jetzt schon seit fünf Wochen so“, freut sich der 59-jährige, der sich eng mit dem Zirkus Krone verbunden fühlt und auch mehrere Tierpatenschaften übernommen hat. Für die schnelle und unkomplizierte Lösung sind ihm im übrigen auch seine Mieter dankbar. 

Mit dem Verkauf des Löwenkots unterstützt der Zirkus Krone den gemeinnützigen Verein Lacey Fund, der sich für die Verbesserung der Haltungsbedingungen von Tieren einsetzt. Der Löwenkot wird samstags und sonntags von 9 bis 17 Uhr auf der Circus Krone Farm in Weßling verkauft.

Von Andrea Jaksch

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