Fast ein Fünftel mehr Mastschweine mit über 110 Kilogramm Lebendgewicht 

Corona beeinflusst bayerische Schweinehaltung: Mastschweine stehen länger im Stall, Zuchtsauen werden reduziert 

Schweinezucht
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Die geringere Nachfrage nach Schweinefleisch, resultierend aus der derzeit grassierenden Corona-Pandemie und den daraus folgenden Beschränkungen, führt zu mehr schlachtreifen Tieren in bayerischen Zuchtbetrieben (Symbolbild).

Region - Nach den vorläufigen repräsentativen Ergebnissen der vom Landesamt für Statistik durchgeführten Erhebung über die Schweinebestände gibt es in Bayern derzeit rund 4 400 schweinehaltende Betriebe, die über mindestens 50 Schweine oder 10 Zuchtsauen verfügten. Insgesamt wurden in Bayern in diesen Betrieben weniger gehalten als vor einem Jahr. 

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, gibt es, nach den vorläufigen repräsentativen Ergebnissen der Schweinebestandserhebung, im Freistaat derzeit rund 4 400 schweinehaltende Betriebe, die einen Mindestbestand von 50 Schweinen oder 10 Zuchtsauen aufweisen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein eher leichter Rückgang um 2,5 Prozent.

Von den bayerischen Betrieben wurden bayernweit 3 044 700 Schweine gehalten. Im Vergleich zur Vorjahreserhebung entspricht dies einem leichten Rückgang von 0,6 Prozent (-17 000 Tiere). Besonders interessant ist der Blick auf die Mastschweine. Der Gesamtbestand ist zwar nochmals um 0,9 Prozent (-13 700 Tiere) auf einen Bestand von 1 452 000 Tiere gesunken, jedoch gibt es wegen der geringeren Nachfrage nach Schweinefleisch und der Engpässe bei den Schlachthöfen aufgrund der Corona-Pandemie mehr schlachtreife Tiere. So ist die Zahl der Mastschweine mit über 110 Kilogramm Lebendgewicht um 21 Prozent (30 900 Tiere), also fast ein Fünftel, auf 178 300 Tiere angestiegen. Der Bestand an Mastschweinen mit einem Lebendgewicht von 80 Kilogramm bis unter 110 Kilogramm stieg ebenfalls um 3,0 Prozent (18 400 Tiere) auf 626 900 Tiere an. Die Zahl der Mastschweine von 50 Kilogramm bis unter 80 Kilogramm Lebendgewicht ist dagegen um 8,9 Prozent (-63 100 Tiere) gesunken. 

Der Ferkelbestand ist binnen Jahresfrist zwar noch leicht um 2,1 Prozent (17 500 Tiere) auf 865 900 Tiere angestiegen, der Bestand an Zuchtsauen ist dagegen um 6,6 Prozent auf 195 600 Tiere gesunken. Die trächtigen Sauen haben um 5,9 Prozent (-9 200 Tiere) auf 145 000 Tiere abgenommen und die Jungsauen sogar um 11,5 Prozent (-2 400 Tiere) auf 18 600 Tiere.  

Kreisbote

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