Roth appelliert an Bürger

Bei Corona-Fragen nicht den Notruf 110 wählen oder die örtliche Polizei anrufen

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Bitte, bei Corona-Fragen nicht den Notruf 110 wählen oder die örtliche Polizei anrufen!

Landkreis - Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd bittet erneut die Bevölkerung, die Notrufnummer 110 ausschließlich in Notfällen anzurufen. Nach wie vor melden sich zahllose Bürgerinnen und Bürger unter der Notrufnummer 110 in der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums und belegen in dieser Zeit die Leitungen für echte Notfälle. Noch immer werden allgemeine Fragen zum Thema Corona-Virus oder aber zur Auslegung der verfügten Ausgangsbeschränkung gestellt. Diese Fragen begründen keine Notfälle, um die 110 zu wählen!

Die Polizei bittet deshalb dringend, die Notrufnummer 110 für echte Notfälle freizuhalten, in denen ein schnelles Handeln der Polizei erforderlich ist!

Aber auch die Telefone der örtlichen Polizeiinspektionen im kompletten Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd stehen seit der Veröffentlichung der vorläufigen Ausgangsbeschränkung anlässlich der Corona-Pandemie am vergangenen Freitag, 20. März, nicht mehr still.

Die Polizei bittet, bei allgemeinen Fragen zum Thema Corona-Virus oder aber zur Auslegung der verfügten Ausgangsbeschränkung die Hotline des Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit unter der Telefonnummer 09131/6808-5101 oder die Hotline des jeweiligen Landratsamtes, in Starnberg ist das die Tel.: 08151 148 - 148 anzurufen.

Überregionale Bürger-Hotlines Ärztlicher Bereitschaftsdienst (Patientenservice): 116 117

Kontaktmöglichkeit für Gehörlose per Fax Unabhängige Patientenberatung Deutschland: 0800 330 4615 32 

Bundesgesundheitsministerium (Bürgertelefon): 030 346 465 100 LGL: 09131 6808 5101 (Bayerisches Landesamt für Gesundheit & Lebensmittelsicherheit) Beratungsstelle für Gehörlose und Hörgeschädigte: 030 / 340 60 66 07, info.deaf@bmg.bund.de , info.gehoerlos@bmg.bund.de

Landratsamt zu

Ein Zugang ins Landratsamt  ist nur noch nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Termine werden nur für Fälle vergeben, die eine persönliche Vorsprache erfordern. Terminvereinbarungen sind per Telefon oder E-Mail zu treffen. Die Ansprechpartner der Fachbereiche finden Siehier. Bitte nutzen Sie diese Möglichkeit. 

Landrat Karl Roth appellierte in einem Schreiben an alle Bürger:

"Weil sich das Coronavirus immer weiter ausbreitet, möchte ich Sie heute um ein gemeinsames Vorgehen, Solidarität und Rücksichtnahme bitten. Eines vorweg: Die meisten Infizierten zeigen keine oder nur leichte Erkrankungssymptome. Ein milder Krankheitsverlauf ist glücklicherweise der Regelfall. Das Virus ist aber hoch ansteckend und kann sich deshalb in kurzer Zeit rasch ausbreiten. Für Risikogruppen kann eine Infektion am Coronavirus zu einer lebensbedrohlichen Erkrankung führen und unter Umständen sogar tödlich sein. Zu diesen Risikogruppen gehören ältere Menschen, Menschen mit gewissen Vorerkrankungen sowie Menschen deren Immunsystem geschwächt ist. Jeder von uns hat in seiner Familie oder im Freundes- und Bekanntenkreis Menschen, die einer dieser Risikogruppen angehören. Und diese Risikogruppen zu schützen, muss unser aller Anliegen sein. Rücksichtnahme in Zeiten von Corona bedeutet, dass wir vorsichtig sind für die anderen. Für die, die besonderen Schutz benötigen: für die Älteren, für Mitbürgerinnen und Mitbürger, die durch eine Erkrankung vorbelastet sind - und für unser medizinisches Personal, das gesund bleiben muss, damit Ärzte und Pflegekräfte sich weiterhin um die Kranken kümmern können. Aus dieser Rücksichtnahme heraus werden Maßnahmen getroffen, die wir uns noch vor kurzem nicht hätten vorstellen können: Erkrankte Personen und ihre engen Kontaktpersonen müssen isoliert werden, Schulen und Kindereinrichtungen werden geschlossen, Veranstaltungen abgesagt. Die Corona-Epidemie ist damit für uns im Alltag spürbar und sie betrifft jeden Einzelnen von uns. Nur wenn wir jetzt gemeinsam vorgehen, schaffen wir es, die Epidemie zu verlangsamen und damit unser Gesundheitssystem für die aufrechtzuerhalten, die es wirklich nötig haben. Meine große Bitte an Sie: Helfen Sie uns, die Infektionsketten zu unterbrechen. Halten Sie die notwendige Hygiene ein und meiden Sie den direkten Kontakt. Halten Sie keine Veranstaltungen ab, die nicht wirklich dringend nötig sind. Überlegen Sie auch, ob Vorsprachen in Behörden und Institutionen notwendig sind. 

Wir müssen jetzt zusammenhalten! Lassen Sie uns gemeinsam und stark durch diese schwierige Zeit gehen."

Von Kreisbote

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