Ein Blick zu den Nachbarn

Corona-Massentestung auch in Bayern? - Südtiroler Weg könnte Maßstab werden

Eine Krankenschwester hält ein Abstrichstäbchen für einen Corona-Test in der Hand.
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In Südtirol soll ab 20. November eine freiwillige Massentestung auf das Coronavirus stattfinden (Symbolbild).

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder nannte die derzeit geltenden Corona-Beschränkungen den „mildesten Lockdown“, den man in Europa vorfinden würde. Die weiter steigenden Infektionszahlen deuten allerdings darauf hin, dass es mit der milden Variante bald vorbei sein könnte. Ein Blick zu unseren Nachbarn zeigt, dass viele Gesundheitssysteme bereits an ihre Schmerzgrenze gelangen. In Südtirol soll eine Massentestung auf das Coronavirus die Pandemielage eindämmen. Ein Weg auch für den Landkreis und die Region?

Während in Bayern Schulen und Kindergärten auch in Lockdown-light-Zeiten geöffnet haben dürfen, schlagen unsere Nachbarländer einen anderen Weg ein. In Südtirol sind seit Anfang der Woche Grundschulen, Kindergärten und Kitas ganz geschlossen. Vorläufig bis zum kommenden Sonntag. Höhere Schulzweige mussten auf Fernlehre umstellen.

Hart durchgegriffen wird auch im Handel und der Produktion. So wurden beispielsweise, per Verordnung, die zulässigen Kontaktmöglichkeiten im Bereich des produktiven Gewerbes weiter reduziert. Mehr Abstände und mehr Schichtarbeit steht hierbei im Fokus. Beratertätigkeiten werden ebenso massiv eingeschränkt. So darf eine Kundenberatung vor Ort derzeit nicht mehr stattfinden.

Neben den auferlegten Beschränkungen soll ab 20. November eine Durchtestung der gesamten Bevölkerung mittels Antigen-Test stattfinden. Ziel dieses Vorhabens ist es, die Pandemielage weiter unter Kontrolle zu halten. Allerdings weist die Landesregierung darauf hin, dass nur bei einer regen Teilnahme von 67 Prozent die Massentestung auch die gewünschten Resultate mit sich bringen wird. Die Testung ist nämlich freiwillig. So hofft man in Südtirol, dass sich viele der 350.000 Bürger an dem Testverfahren beteiligen und so einen Beitrag zur Entlastung der Spitäler und Gesundheitssprengel leisten.

Sollte die Testung erfolgreich verlaufen, könnten eventuell andere Nachbarländer und Regionen mitziehen. Für den Landkreis Starnberg sicher auch eine Möglichkeit, denn die Zahlen von Corona-Patienten werden nicht weniger.

Florian Ladurner

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