Hohes Nievau bleibt

Verstärkt im Kampf gegen Corona: Zusätzliche Beatmungsgeräte und Schutzausrüstung für Lungenklinik Gauting

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.)Dr. Lorenz Nowak (Chefarzt der Abteilung für Intensiv,- Schlaf- und Beatmungsmedizin), Michael Schäfer (Abteilungsleiter der Intensivstation), Dr. Joachim Ramming (Regionalgeschäftsführer)

Gauting - Als eine der ersten Kliniken hat die Asklepios Lungenfachklinik in Gauting sechs zusätzliche Beatmungsgeräte ausgeliefert bekommen. Gefördert wurden diese bereits durch neue Mittel des Freistaats Bayern. Um den steigenden Bedarf an Schutzausrüstung und Verbrauchsmaterialien in diesen Zeiten der Knappheit zu decken, hat sich die Lungenklinik einiges einfallen lassen.

Aktuell verfügen die Asklepios Kliniken deutschlandweit über rund 800 Beatmungsbetten, davon 20 in Gauting. "Ich freue mich außerordentlich, dass es uns in dieser Phase der zügig ansteigenden Patientenzahlen so schnell und kurzfristig gelungen ist, die erste Etappe zur dringlich notwendigen Erweiterung der Intensivkapazitäten zu erreichen. Diese Geräte kommen unseren Patienten unmittelbar ab Tag eins der Neuinbetrieb-nahme zugute." so Dr. Joachim Ramming, Regionalgeschäftsführer der bayerischen Asklepios Kliniken. Die benötigten Fördermittel für den Aufbau zusätzlicher Intensiv- und Beatmungskapazitäten wurden beim Freistaat beantragt. Regionalgeschäftsführer Ramming und Geschäftsführer der Lungenklinik Jörgen Wißler betonen, dass die Zusammenarbeit mit den entsprechenden Referaten im Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege schnell und unbürokratisch verlief und bedanken sich für diese Unterstützung. Eigene Geräte aus konzerninternen Beständen werden ebenfalls ergänzend in Einsatz genommen. 

Dr. Lorenz Nowak, Chefarzt der Abteilung für Intensiv-, Schlaf- und Beatmungsmedizin in Gauting erläutert: Für unsere Arbeit ist es grundlegend wichtig, dass die sechs High End Intensiv Respiratoren jetzt geliefert wurden, um die jetzt erweiterten Intensivkapazitäten auch auf dem gewünscht hohen Niveau zu betreiben. Der nächste Schritt ist eine erneute Verdoppelung der jetzt vorhandenen 20 Intensivplätze bis Ende April. „Damit sind wir als Pandemiezentrum für den Landkreis Starnberg für einen erneuten Patientenanstieg gerüstet“, so Nowak.

Kreativität ist nun gefragt 

Neben den Beatmungs- und Überwachungsgeräten für die Intensivstation sind sogenannte ABC- Masken angeschafft worden, für den Schutz der Mitarbeiter bei Eingriffen, etwa in der Lungenspiegelung. „Wir mussten kreativ werden, die verfügbaren medizinischen Schutzausrüstungen sind knapp“, so Jörgen Wißler, Geschäftsführer der Gautinger Klinik. „Diese Schutzmasken haben den eindeutigen Vorteil, dass die beliebig oft aufbereitet und wiederverwendet werden können. Die nehmen wir als Ersatz zu den Brillen mit Visier, die im Normalfall eingesetzt werden“, so Wißler. Normalerweise finden diese Atemschutzmasken Verwendung bei der Feuerwehr. Ähnlich ideenreich geht die Lungenklinik vor, wenn es um Desinfektionsmittel für die Mitarbeiter geht. Die bayerische Staatsregierung will Krankenhäuser und andere Einrichtungen im Freistaat mit Atemschutzmasken, Ganzkörperschutzanzügen, Handschuhen und Hand-Desinfektionsmittel beliefern. „Das THW hat uns sehr schnell beliefert, das ist eine große Erleichterung“, so Wißler weiter. „Wir rechnen allerdings mit einem steigenden Bedarf aufgrund der besonderen Lage“. Die Hygienefachkräfte der Lungenfachklinik haben gemeinsam mit der Johannes Apotheke in Gröbenzell, die die Lungenklinik mit Medikamenten versorgt, eine Alternative gefunden: die eigene Herstellung von Desinfektionsmittel. Dazu wurde Isopropylalkohol verwendet. Wißler erklärt: „Für die Lungenpräparate in unserer pathologischen Abteilung wird dieser auf Lager gehalten. Ca. 20 Liter in der Woche benötigt die Pathologie davon. Wir haben von unserem Vorrat 100 Liter von der Apotheke verarbeiten lassen. Das Ergebnis: 130 Liter Händedesinfektionsmittel. Das hilft uns schon mal weiter.“

Von Kreisbote

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