Eine Mitarbeiterin kam aus China

Coronavirus: Webasto bestätigt Erkrankung von Mitarbeiter: Landsberger sei "außer Lebensgefahr" 

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Der infizierte Mann kommt aus dem Landkreis Landsberg und ist laut Arzt Dr. Clemens Wendtner außer Lebensgefahr.

Stockdorf/Landsberg - Der Automobilzulieferer Webasto bestätigt, dass die an Coronavirus erkrankte Person aus dem Landkreis Landsberg, ein Mitarbeiter der Unternehmenszentrale in Stockdorf ist. Bereits gestern hatte Webasto bekannt gegeben, dass eine Mitarbeiterin aus China vergangene Woche in Stockdorf war und nach ihrer Rückkehr nach China positiv auf den Coronavirus getestet wurde.

33-Jährige fühlte sich "grippig" 

Der erkrankte 33-jährige aus dem Landkreis Landsberg hatte sich nach ersten Erkenntnissen bei einer Chinesin angesteckt, die zu dem Zeitpunkt noch keine Symptome der Krankheit zeigte. "Das ist neu, dass wir das so wissen", sagte der Leiter der Taskforce Infektiologie, Martin Hoch, bei der heutigen Pressekonferenz. Die Information über die erkrankte Chinesin bekam das Stockdorfer Unternehmen am Montag. Der Mitarbeiter, der sich das Wochenende über "grippig" gefühlt hatte, ist daraufhin untersucht worden. "Der zentrale Punkt ist, dass es wichtig ist, gerade bei Infektionserkrankungen, dass man mögliche Fälle sehr rasch erkennt. Das ist in diesem Fall sehr gut gelungen. Wir müssen aber auch das richtige Maß dabei treffen. Die Influenza-Welle rollt auf uns zu, das gibt natürlich auch hier eine zunehmende Anzahl an Patienten in Bayern, die an diesem allgemeinen Infekt leiden – das müssen wir unterscheiden können", erklärte Andreas Zapf, Präsidenten des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

Außer Lebensgefahr

Der behandelnde Arzt, Prof. Dr. med. Clemens Wendtner, Chefarzt der München Klinik Schwabing, bestätigt, dass der Mann außer Lebensgefahr ist. "Er ist fieberfrei, hat auch derzeit keine Atemwegssymptomatik mehr", sagte Wendtner am Dienstag. Der Mann werde nicht auf der Sonderisolierstation des Krankenhauses behandelt, sondern auf der normalen Isolierstation in einem Zimmer mit Schleuse. "Die Sonderisolierstation ist nicht aktiviert und wird für diesen Patienten auch nicht aktiviert", so Wendtner. Er betonte auch: "Es besteht keinerlei Gefahr für Mitpatienten." Wann er das Krankenhaus verlassen kann, ist aus Sicht des Arztes noch nicht absehbar. "Die Gesundheit und der Schutz der Mitarbeiter stehen für uns an erster Stelle. 

"Den beiden Kollegen geht es den Umständen entsprechend gut. Sie sind beide stationär in ärztlicher Behandlung. Wir sind mit ihnen in Kontakt“, erklärt Holger Engelmann, Vorstandsvorsitzender der Webasto Gruppe. Weltweit sind mittlerweile mehr als 4500 Infektionen mit dem neuen Virus 2019-nCoV bestätigt. Aktuellen Angaben der chinesischen Regierung zufolge stieg die Zahl der Todesopfer auf mindestens 106. 

Von Alma Jazbec

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