Dank für "Mühe und Detailarbeit"

Weihten die neuen gemeindlichen Horträume im alten Rathaus an der Bahnhofstraße ein: Margarete Gasser, Peter Köstler und Manfred Weidner (hintere Reihe v.l.) Foto: Kuhn

Seit Mitte März ist der Gemeindehort „Pfiffikus“ im ehemaligen Rathaus an der Gräfelfinger Bahnhofstraße in Betrieb. Auf drei Etagen werden 100 Schulkinder in vier Gruppen mit den kuriosen Namen Schlaufüchse, Monster AG, Holzwürmchen und kleine Teufelchen der Volkschule Gräfelfing betreut.

Bei der Einweihung der neuen Räumlichkeiten des Gemeindehorts durch Vizebürgermeister Peter Köstler und Hortleiterin Margarete Gasser versammelten sich zahlreiche Kinder, Eltern, Ratsmitglieder, Schulleiterin der Grundschule Gräfelfing sowie Vertreter der Gemeindeverwaltung. Köstler dankte vor allem Architekt Stephan Gallant für seine „Mühe und Detailarbeit“, der alles koordiniert und großen Anteil daran hat, „dass diese Räume heute hier in diesem Glanze erstrahlen“. Sein Lob galt auch Hortleiterin Gasser, die es geschafft habe, „in der Übergangsphase gut zu arbeiten“ und für einen funktionierenden Betrieb zu sorgen. Bisher waren die 100 Schüler und Schülerinnen provisorisch in den Computer- und Klassenzimmern der Grundschule Gräfelfing untergebracht. Mit dem Umzug in das sanierte alte Rathaus hat nun auch Rektorin Angelika Nerz-Lidl wieder genügend Platz für ihren Schulbetrieb. Bei der Einweihung nutzten die Besucher die Möglichkeit, die Räume bis unter das Dach zu besichtigen. Von dem Mehrzweckraum und den Gruppenräume im Loft waren die Gäste besonders begeistert. Das alte historische Ratsgebäude wurde in den vergangenen zwei Jahren in einen Zustand versetzt, wie es damals als Schule vor 100 ausgesehen hat. Im Keller befand sich sogar ein Gefängnis. Im Inneren dagegen habe sich fast alles verändert und das in traumhaft schöner Weise, so der Vizebürgermeister. Sein Dank ging vor allem an die Kinder, „die bis jetzt ausgeharrt haben, um mit uns die neuen Räume zu besichtigen, in denen sie einen Großteil ihrer Freizeit verbringen“. Für Gasser ist es eines der schönsten Häuser im Ort. Es sei schön zu sehen, wie sehr die Kinder in der Gemeinde eine Wertschätzung genießen. Zum Einstand präsentierten die Kindern ein Lied von Pippi Langstrumpf mit leicht verändertem Text „Hi Pippi Langstrumpf in unserem Hort machen wir was uns gefällt…“ musikalisch umrahmt von der KHG-Schülerin Antonia Hessing am Keyboard. Die eigentliche Einweihungsfeier des Alten Rathauses findet nach endgültiger Fertigstellung aller laufenden Sanierungsarbeiten im Sommer statt. Noch dauern die Arbeiten an dem Ausstellungsraum für den Kunstkreis und dem darüber liegenden Trauzimmer an, so der Architekt. Bisher sind die Räume des 2. Bauteils halbfertig verputzt. Decke und Fußboden werden bis zum Mai fertig erstellt. Insgesamt zeigt sich Gallant sehr zufrieden mit dem Baufortschritt. Angesichts der Verzögerungen im Vorfeld, wie dem verspäteten Auszug des Hausmeisters, wurde mit dem tatsächlichen Umbau erst im August gestartet, „von daher liegen wir gut in der Zeit“. Auch wenn die Kinder noch auf Stolperfallen aufpassen müssen, so Köstler, habe es den Vorteil, dass man sich dafür gestalterisch in die Räume mit einbringen könne. Für die Nachbarn gibt die Hortleiterin mit auf den Weg, dass „Kinderlärm Zukunftsmusik ist“. Zum Abschluss gab es sogar noch eine Überraschung für die Kids. Hobbybastler Manfred Weidner bildete das historische Gebäude detailgetreu in 261 Stunden im Miniaturformat für die Kinder als Puppenstube nach. Geöffnet hat der Hort von 11 bis 17 Uhr. Hausaufgabenzeit ist von 14 bis 15.30 Uhr. Danach haben die Kinder Zeit in der Gruppe zu spielen, in den Garten zu gehen oder verschiedene Angebote wahrzunehmen. Am Freitagnachmittag findet keine Hausaufgabenbetreuung statt. Da das „Alte Rathaus“ direkt neben der Grundschule Gräfelfing liegt, können deren Außenanlagen genutzt werden.

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