Deiringer verzichtet

Auf seiner jüngsten Mitgliederversammlung stellte der SPD-Ortsverein einen neuen Vorstand auf. Gemeinderat und Vorsitzender der Seefelder SPD, Ernst Deiringer, tauschte seinen Vorstandsposten gegen den des Beisitzers und ließ damit Professor Martin Dameris den Vortritt, der einstimmig von seinen Genossen bestätigt wurde.

Auf „neuen Schwung“ für seinen Ortsverband hofft Ernst Deiringer in seiner Abschiedsrede, durch seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur zum SPD-Ortsverbands Vorsitzenden. Es wird jedoch kein Abschied aus der aktiven Politik sein, da er ohnehin dem Gemeinderat, aber auch dem Vorstand des roten Ortsverbandes als Beisitzer erhalten bleibt. Zu diesem Entschluss käme Deiringer, weil er sich mehr auf die Aufgaben konzentrieren möchte, die ihm sein neues Amt als Umweltreferenten bringen werden und einen vollen Beruf als Software Entwickler müsse er auch noch unter diesen Hut bringen. So ziehe er sich im Ortsverband nun etwas aus der vordersten Front zurück. Umwelt und Nachhaltigkeit wären „ureigene Sozialdemokratische Themen“, erklärte Deiringer und legte sein Motto: „global denken - regional handeln“ dar und verwehrte sich dagegen, die SPD als „Reparaturbetrieb“ für das System wahrzunehmen, die Partei deren einzige Inhalte die Alten, Kranken und Arbeitslosen seien. Ernst Deiringer wurde mit großem Beifall und dem Dank seines Nachfolgers Martin Dameris aus dem Amt verabschiedeten. Alle 15 anwesenden Mitglieder stimmten für Dameris, auch alle anderen aufgestellten Kandidaten wurden in ihren neuen Ämtern einstimmig bestätigt. Der neue und alte Kassenwart Gerhard Möller wünschte sich mehr regelmäßige Spender, denn die Finanzlage sei wie immer „desolat“. Die Einnahmen aus der Wahl und von den wenigen treuen Spendern würden komplett von den Druckkosten der Pilsenseenachrichten verschlungen, die man sich nur noch zweimal im Jahr leisten könne. Zur Schriftführerin wurde die Historikerin Usha Govil benannt, sie lebt seit zwei Jahren in Hechendorf und lässt sich gerade zur Fachkraft in der Altenpflege ausbilden. Wolfgang Nieman wird sich weiterhin im Vorstand als Beisitzer einbringen und bleibt für die Pressearbeit zuständig. Mit einer Stimmenthaltung wurde Volker Rockel zum Stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Nach zwei Jahren Krankheit und intensiver Auseinandersetzung mit den einzelnen Parteien, habe er sich für die SPD entschieden, da er sich in ihr am besten wieder finde. Der neue Vorsitzende und ehemalige Gemeinderat Martin Dameris machte drei Themen für die Zukunft zu seinen Schwerpunkten: ausreichende Angebote für Kinderbetreuung in der Gemeinde, vor allem Krippen und Hortplätze müssten geschaffen werden. Sie seien nicht ausreichend vorhanden und trotz Versprechen würde nichts passieren, kritisierte er die Gemeinde. Der Bahnhof soll endlich in Angriff genommen werden und „nicht weiter verkommen“. Dameris fordert, dass die Räte sich nicht weiter hinter den Aussagen der Bahn „verschanzen“, sondern endlich eigene „barrierefreie“ Konzepte vorlegen sollen. Ebenso für wichtig hält der neue Ortverbandsvorsitzende der SPD die „sozialen Themen voran zu treiben“ und betonte, dass die SPD in jeder Agendaarbeitsgruppe vertreten sei. Dameris fordert höchste Energiestandards in den Gemeindeeigenen Bauten und eine genaue Prüfung der Kosten bezüglich des geplanten neuen Gebäudes. Grundsätzlich wünscht er sich zwar den Erhalt, werde sich aber bei der Kosten-Nutzenfrage den Fakten beugen. Das alte Rathaus müsse aber in Gemeindebesitz bleiben und für soziale Einrichtungen genutzt werden, so Dameris. Er möchte eine bürgernahe Politik betreiben und die SPD grundsätzlich transparenter und wieder „greifbarer“ machen.

Auch interessant

Meistgelesen

"Summer Splash" mit Radio Fantasy im Allgäu Skyline Park
"Summer Splash" mit Radio Fantasy im Allgäu Skyline Park
Klinikum Starnberg: Telemedizinische Anbindung mit NIDA
Klinikum Starnberg: Telemedizinische Anbindung mit NIDA
ASTO-Erfolgsgeschichte geht weiter: Richtfest für Marriot Hotel
ASTO-Erfolgsgeschichte geht weiter: Richtfest für Marriot Hotel
Klaus Götzl: Drei Jahrzehnte für den Tourismus
Klaus Götzl: Drei Jahrzehnte für den Tourismus

Kommentare