"Denk mit!"-Kinderhaus

Eine Wohlfühl-Oase

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Tutzing – Bei strahlendem Sonnenschein fand die Einweihung des „Denk mit!“-Kinderhauses in Kampberg statt.

Nach dem Richtfest im Juni 2014 und dem Einzug im Dezember ist für Geschäftsführerin Karin Bader der Wunsch in Erfüllung gegangen, Kinder, Eltern, Pfarrer, Bürgermeister und Gemeinderäte bei bestem Frühlingswetter begrüßen zu können: Der Tutzinger Waldorf-Kindergarten hatte sogar einen Roten-Berlepsch-Apfelbaum samt Gießkanne als nachbarschaftlichen Gruß gespendet, der Baum wird auf dem Freigelände rund ums Kinderhaus eingepflanzt. Ehe der katholische Pfarrer Peter Brummer seinen Segen sprach, hatten die Kinder selbst ihren Auftritt und spielten einige kurze Szenen mit der „Kleinen Raupe Nimmersatt“ nach Eric Carle. Derzeit werden laut Karin Bader bereits 30 Kinder im „Denk mit!“-Kinderhaus in verschiedenen Gruppen betreut, nur noch ganz wenige Plätze seien frei. Der Tutzinger Bürgermeister Rudolf Krug gratulierte Kindern, Eltern, Erzieherinnen und Lei-tung herzlich und sagte: „Es ist eine naturnahe Einrichtung, die sich, wie man sieht, sogar in einem – wenn auch lauschigen – Gewerbegebiet unterbringen ließ.“ Das Kinderhaus Kampberg sei „ein weiterer Baustein in einem möglichst vollständigen Betreuungs-angebot unserer Gemeinde“. Tutzing sei auf diesem Gebiet „mittlerweile weit voran, auch bei der Vielfalt“, so der Rathauschef voller Stolz auf die schon unter seinem Amts-vorgänger eingeleiteten Bemühungen. „Denk mit!“-Chefin Bader freute sich darüber, dass „dieses Begleiten des Weges“ der Kinder nun auch in Kampberg Einzug gehalten habe: In nur zehn Monaten Bauzeit hatte der Münchner Architekt Joachim Bauer, lang-jähriger Partner von „Denk mit!“, auf über 600 Quadratmetern Fläche dieses hochwertig ausgestattete, moderne Kinderhaus errichtet – Gesamtkosten 1,5 Millionen Euro, hierbei flossen Zuschüsse des Bundes (rund 570.000 Euro) und des Freistaats Bayern (zirka 170.000 Euro) mit ein: 24 Kinder im Alter von zehn Monaten bis drei Jahren können hier nun die Krippen-Gruppen besuchen, weitere 25 Kinder den Kindergarten – die „Kundschaft“ kommt übrigens nicht nur aus Tutzing. „Es ist eine echte Wohlfühl-Oase geworden“, so Bader. Gestreikt wurde von den Kinderbetreuerinnen natürlich nicht am Tag der Einweihung: „Denk mit!“ mit insgesamt 21 Einrichtungen im Großraum München (sechs Standorte im Landkreis Starnberg) ist ein privater Träger, der dieser Tage sogar einen „Notbetreuung“ für die Kinder der vom Streik in staatlich-städtischen Kindergärten betroffenen Eltern angeboten hat. mps

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